Proteste in Mexiko gegen Legalisierung der Homo-Ehe

Proteste in Mexiko gegen Legalisierung der Homo-Ehe
In Mexiko haben erneut Zehntausende Menschen gegen eine geplante Legalisierung der Homo-Ehe protestiert. Zu der Demonstration am Samstag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt hatten die konservative Nationale Front für die Familie und zahlreiche religiöse Gruppen aufgerufen, wie "El Universal" berichtete.

Die überwiegend in Weiß gekleideten Demonstranten kündigten eine "nationale Bewegung zum Schutz der Ehe" an. Es gab zahlreiche Gegendemonstrationen. Die Polizei trennte beide Lager durch Zäune.

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hatte im Mai eine Verfassungsänderung angekündigt, mit der gleichgeschlechtliche Partnerschaften der Ehe gleichgesetzt werden sollen. Bei der Abschlusskundgebung am Freiheitsdenkmal "Angel de Independencia" forderten Redner die Abgeordneten auf, sich zum Schutz der "traditionellen Ehe" zu bekennen und die Verfassungsänderung abzulehnen. Es war die zweite Kundgebung der Gegner von Homo-Ehen in diesem Monat.
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Im vergangenen Jahr hatte der Oberste Gerichtshof das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe für verfassungswidrig erklärt. Eingetragene Partnerschaften homosexueller Paare waren 2007 - erstmals in ganz Lateinamerika - in Mexiko-Stadt erlaubt worden. Zwei Jahre später wurde im föderalen Distrikt von Mexiko-Stadt die Homo-Ehe eingeführt. Seitdem zogen drei der 31 mexikanischen Bundesstaaten nach.

Mit der Verfassungsänderung werde die Diskriminierung von Homosexuellen, Transsexuellen und Bisexuellen beendet, hatte Präsident Peña Nieto angekündigt. Gleichgeschlechtliche Paare sollen künftig auch Kinder adoptieren können. Gleichzeitig verfügte er eine Änderung des Zivilregisters. Damit können Transsexuelle neue Ausweise beantragen. In Lateinamerika ist die Homo-Ehe bislang nur in Argentinien und Uruguay landesweit anerkannt.

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