Razzien gegen Islam-Prediger

Deutschland spricht 2019
Razzien gegen Islam-Prediger
In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen hat der Staatsschutz am Mittwochmorgen Razzien bei mutmaßlich radikalen Islam-Predigern durchgeführt. Im

Fokus der Ermittler ständen Islam-Prediger, denen vorgeworfen wird, Verbindungen zu IS-Terroristen zu haben, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Düsseldorf dem Evangelischen Pressedienst (epd). Razzien und Durchsuchungen gab es den Angaben nach in Düsseldorf, Duisburg, Dortmund und Tönisvorst am Niederrhein.

Angeworben für den Krieg in Syrien

Die Razzien richteten sich demnach gegen drei Beschuldigte. Die Prediger sollen junge Männer radikalisiert und für den Kampf in Syrien und dem Irak rekrutiert haben. Auch in Hildesheim in Niedersachsen gab es Einsätze.

Im Duisburger Stadtteil Rheinhausen wurden die Privat- und Geschäftsräume eines Predigers durchsucht, der Kontakte in die salafistische Szene haben soll und der bereits unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden steht. Bei dem Mann sollen die beiden mutmaßlichen Attentäter, die Mitte April einen Bombenanschlag auf den indischen Sikh-Tempel in Essen verübt haben sollen, verkehrt haben. Einer der drei verdächtigen Islam-Prediger steht zudem im Verdacht, die Terrororganisation "Islamischer Staat" finanziell und logistisch unterstützt zu haben.