Seelsorge-Team bei Wacken-Festival zieht positive Bilanz

Wacken Open Air Seelsorge

Foto: dpa/Axel Heimken

Seelsorge-Team bei Wacken-Festival zieht positive Bilanz
Das Seelsorge-Team hat sich mit zwischenmenschlichen Konflikten, Beziehungsproblemen sowie Ängsten oder Überforderungen durch die ungewohnte Festivalsituation beschäftigt.

Das Seelsorge-Team beim Wacken-Festival hat eine positive Bilanz gezogen. In zahlreichen Fällen hätten die Seelsorger wirksam helfen können, sagte Landesjugendpastor Tilman Lautzas zum Ende des Festivals. Es sei um zwischenmenschliche Konflikte, Beziehungsprobleme sowie Ängste oder Überforderungen durch die ungewohnte Festivalsituation gegangen. Auch Alltagssorgen wie Probleme am Arbeitsplatz seien Thema gewesen.

20 Seelsorger hatten bei dem Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken vier Tage lang im Schichtdienst rund um die Uhr ihre Hilfe angeboten. Zum Team zählten weibliche und männliche Psychologen, Diakone, Sozialpädagogen und fünf Pastoren.



Neu war in diesem Jahr, ausgelöst durch das Taschen- und Rucksackverbot, das Thema Sicherheit. Lautzas: "Hier hat sich die Wahrnehmung deutlich verändert." Das neue Sicherheitskonzept sei aber positiv aufgenommen worden. "Die Zusammenarbeit mit den Einsatzgruppen der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz war wie in den vergangenen Jahren hervorragend", sagte der Landesjugendpastor. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit seines Teams.

Gast im Seelsorge-Team war in diesem Jahr der in seiner Heimat als "Metal-Pfarrer" bekannte Schweizer Samuel Hug. "Ich sehe das wie ein Praktikum", sagte Hug. "Das Konzept ist eine deutsche Entwicklungshilfe für die Schweiz." Seine Erfahrungen in Wacken sollen ihm den Start einer Festival-Seelsorge in der Schweiz erleichtern.

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