Papst Franziskus betet in Auschwitz für Holocaust-Opfer

Papst Franziskus betet in Auschwitz für Holocaust-Opfer
Das katholische Kirchenoberhaupt schritt zu Fuß durch das berüchtigte Eingangstor mit dem zynischen Motto "Arbeit Macht Frei".

Er verharrte in stillem Gebet an der sogenannten Todesmauer und stellte dort eine Kerze ab. Danach besuchte er die Todeszelle von Pater Maximilian Kolbe (1894-1941). Der polnische Ordensmann hatte sich freiwillig für einen Mithäftling geopfert und ging für diesen in den Tod. Kolbe wurde von Papst Paul VI. selig und 1982 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Seit Mittwoch in Polen

Papst Franziskus traf in einer innigen Begegnung mit zehn Überlebenden des Lagers zusammen. Sein Vorgänger Papst Benedikt XVI. hatte das Lager Auschwitz 2006 besucht, Johannes Paul II. war als Papst 1979 dort. Papst Franziskus hält sich seit Mittwoch in Polen auf. Er nimmt dort am 31. katholischen Weltjugendtag in Krakau teil.

Das unweit von Krakau gelegene Lager Auschwitz wurde am 27. Januar 1945 von sowjetischen Truppen befreit. Von 1940 bis 1945 sind Schätzungen zufolge 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen in den Gaskammern ermordet oder erschossen worden. Etwa 90 Prozent der in Auschwitz getöteten Menschen waren Juden. Dazu kamen Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene sowie nicht-jüdische Polen und Häftlinge anderer Nationalitäten.