Zehntausende fordern in Chile mehr Rechte für Homosexuelle

Zehntausende Menschen haben in Santiago de Chile für mehr Rechte für Homosexuelle demonstriert. Mit einer riesigen Fahne in Regenbogenfarben marschierte die Menschenmenge am Samstag durch das Zentrum der chilenischen Hauptstadt.

Zehntausende Menschen haben in Santiago de Chile für mehr Rechte für Homosexuelle demonstriert. Mit einer riesigen Fahne in Regenbogenfarben, dem Symbol der Lesben- Schwulen-, Bi- und Transsexuellen-Bewegung (LGBT), marschierte die Menschenmenge am Samstag (Ortszeit) durch das Zentrum der chilenischen Hauptstadt. Die Demonstranten forderten die Regierung auf, die gleichgeschlechtliche Ehe und die Adoption für homosexuelle Paare zuzulassen. Die Zeitung "La Nación" berichtete in ihrer Onlineausgabe von mehr als 80.000 Teilnehmern.

Die Organisation zur Integration von Homosexuellen in Chile (Movilh) hatte die Parade anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens organisiert. Die Demonstranten gedachten auch der Opfer des Attentats in einem Nachtclub in Orlando vor zwei Wochen.


In Chile können Homosexuelle ihre Partnerschaft seit Oktober 2015 registrieren lassen. Damit werden schwulen und lesbischen Paaren bis auf die Adoption die gleichen Rechte wie heterosexuellen Verheirateten gewährt.