Lebendige Kirchengeschichte bei Festumzug in Dresden

Lebendige Kirchengeschichte bei Festumzug in Dresden
Mehr als 800 Darsteller wollen sich am 21. August in Dresden zu einem historischen Festumzug vereinen.

Anlass ist das 800-jährige Bestehen von Kreuzchor, Kreuzkirche und Kreuzgymnasium in Dresden, das in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wird. Der Umzug steht unter dem Titel "Kreuzgang" und soll in 26 Bildern die 800-jährige Geschichte der drei Institutionen erlebbar machen, wie die Kreuzkirchengemeinde am Mittwoch mitteilte. Auf einer Strecke von 1,5 Kilometern sollen die Mitwirkenden mit Pferden, Kutschen und Oldtimern an den Zuschauern vorbeiziehen.

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Dargestellt werden unter anderem auch sächsische Kurfürsten sowie Soldaten des Siebenjährigen Krieges. Das Projekt wird den Angaben zufolge seit zwei Jahren vorbereitet. In Szene gesetzt wird der "Kreuzgang" von dem Dresdner Regisseur Joachim Schlese. Der Festzug werde "kein Spiegel der Geschichte sein, sondern eine Inszenierung, die sich unter künstlerischer Freiheit der Geschichte anzunähern versucht", hieß es.

Die Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt geht auf die 1215 erwähnte Nikolaikirche zurück. 1388 wurde sie neu geweiht. Hintergrund ist die aufblühende Kreuzesverehrung im 13. Jahrhundert. Nach der Überlieferung gab eine Reliquie mit einem Splitter des Kreuzes von Jesus der Kirche den Namen. Markgraf Heinrich der Erlauchte hatte sie der damaligen Kaufmannskirche vermacht.