Lutherweg von Worms zur Wartburg wird ausgeschildert

Schild mit der Aufschrift "Lutherweg".

Foto: epd-bild/Sascha Willms

Symbol für die Wegmarkierungen am Lutherweg wird ein großer Buchstabe L in Frakturschrift.

Lutherweg von Worms zur Wartburg wird ausgeschildert
Bis zum Sommer soll ein durchgehender Lutherweg vom rheinland-pfälzischen Worms bis zur Wartburg bei Eisenach ausgeschildert werden.
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Die fast 400 km lange Pilgerroute solle anschließend in Etappen eröffnet werden, teilte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau am Mittwoch in Darmstadt mit. Aktuell werden noch freiwillige Helfer und "Wegepaten" gesucht, um entlang der Route Markierungen zu sprühen und Schilder aufzubauen. Der Lutherweg folgt der Reiseroute des Reformators vom Wormser Reichstag zu seinem Versteck auf die Wartburg.

Die Strecke führt von Worms entlang des Rheins bis Oppenheim, von dort durch das hessische Ried nach Frankfurt und weiter über Friedberg und Alsfeld bis zur hessisch-thüringischen Landesgrenze. In Ostdeutschland gibt es bereits seit 2008 ein wachsendes Netz von Luther-Pilgerwegen. Verantwortlich für die neue Route auf rheinland-pfälzischem und hessischem Territorium ist der Verein "Lutherweg in Hessen". Symbol für die Wegmarkierungen wird ein großer Buchstabe L in Frakturschrift.

Martin Luther hatte 1521, rund dreieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung seiner Thesen, am Wormser Reichstag teilgenommen und sich dort vor Kaiser Karl V. öffentlich geweigert, seine Glaubenslehren zu widerrufen. Anschließend wurde er für vogelfrei erklärt und musste die Stadt fluchtartig verlassen. Auf dem Rückweg nach Thüringen wurde er südlich von Eisenach zum Schein entführt und von Soldaten seines Landesherrn, des sächsischen Kurfürsten Friedrich der Weise, auf der Wartburg versteckt.

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