Greenpeace-Studie belegt radioaktive Belastung in Fukushima

Greenpeace-Studie belegt radioaktive Belastung in Fukushima
Fünf Jahre ist die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima her. Der Umweltschaden bleibt nach Einschätzung von Greenpeace immens.

Hamburg (epd)"Die Folgen von Fukushima werden noch Jahrhunderte andauern", sagte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital am Freitag in Hamburg. Hunderttausende Menschen seien davon betroffen, dass weite Regionen an der Ostküste Japans radioaktiv belastet sind.

Laut einer neuen Greenpeace-Studie hat die Atomkatastrophe weiträumig langlebige radioaktive Elemente freigesetzt. Cäsium 137 und geringe Mengen Strontium 90 seien von Pflanzen und Tieren aufgenommen worden. Durch Schneeschmelzen, Wind und Regen verbreite sich die radioaktive Belastung in den Wäldern, im Süßwasser und in den Küstenökosystemen.

Aktivisten erinnern an Atomkatastrophe

Ein heftiges Seebeben hatte am 11. März 2011 Japan erschüttert. Bei dem hierdurch ausgelösten Tsunami kamen Tausende Menschen ums Leben oder wurden verletzt. Im Atomkraftwerk Fukushima kam es zu einer Kernschmelze. Große Mengen an Radioaktivität wurden dabei freigesetzt.

In den nächsten Tagen wollen Greenpeace-Aktivisten in mehr als 40 deutschen Städten an die Atomkatastrophe erinnern. Die Umweltschützer appellieren an die japanische Regierung, alle Reaktoren endgültig abzuschalten.

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