Stiftung: Über Situation todkranker Kinder reden

Bemalte und beschriftete Steine erinnern an Kinder, die ihr Leben im Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden beschlossen haben.

Foto: epd-bild/Thomas Rohnke

Bemalte und beschriftete Steine erinnern an Kinder, die ihr Leben im Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden beschlossen haben.

Stiftung: Über Situation todkranker Kinder reden
Die Deutsche Kinderhospizstiftung ruft zum bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit am Mittwoch zur Auseinandersetzung mit der Situation todkranker Kinder auf.

Die Themen Krankheit, Tod und Trauer seien inzwischen zwar ein gutes Stück aus dem Tabubereich herausgerückt, erklärte die Stiftung am Dienstag in Olpe. Es falle jedoch immer noch vielen Menschen schwer, mit diesen Themen umzugehen. Sprachlosigkeit und Mitleid blockierten oftmals eine Begegnung mit den betroffenen Familien.

Am bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit rücken Initiativen sowie ambulante und stationäre Kinderhospize mit zahlreichen Veranstaltungen die Situation erkrankter Kinder und ihrer Familien in den Mittelpunkt. Als Zeichen der Verbundenheit ruft der Verein dazu auf, "grüne Bänder der Hoffnung" an Fenstern, Autos oder Bäumen zu befestigen. Das gemeinsame Band soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern symbolisch verbinden.

Die Veranstalter kündigten zudem Gespräche mit Koordinatoren in der Flüchtlingshilfe an, um auch erkrankten Kindern in Flüchtlingsfamilien helfen zu können.



Die zentrale Veranstaltung findet in diesem Jahr in Lünen statt. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr die nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann (SPD) übernommen.

In Deutschland leben nach Angaben der Kinderhospizstiftung rund 50.000 Kinder mit einer tödlichen Krankheit. Viele von ihnen werden mit ihren Familien durch ambulante Kinderhospizdienste und stationäre Kinderhospize begleitet. Derzeit gibt es den Angaben zufolge bundesweit rund 145 ambulante Kinderhospizdienste, die vor allem ehrenamtliche Helfer in die Familien vermitteln. Hinzu kommen 15 stationäre Einrichtungen, in denen betroffene Kinder und ihre Familien auch über längere Zeit aufgenommen werden können.

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