Bundeswehrverband: Flüchtlingshilfe durch Soldaten begrenzen

Bundeswehrverband: Flüchtlingshilfe durch Soldaten begrenzen
Der Deutsche Bundeswehrverband fordert eine Perspektive zum Ende des Einsatzes von Soldaten in der Hilfe für Flüchtlinge.

"Es ist nicht unsere Kernkompetenz und auch keine Kernaufgabe", sagte der Verbandsvorsitzende André Wüstner dem Deutschlandfunk. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe sich aus politischen Gründen für die Amtshilfe entscheiden. Doch fehlten dadurch bis zu 9.000 Soldaten am Tag für den Grundbetrieb der Bundeswehr und andere Einsätze.

Mehr zu Flüchtlinge
Beim zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen hat der evangelische bayerische Landesbischof Bedford-Strohm die Pfarrerinnen, Priester und Nonnen in Deutschland gewürdigt, die Geflüchteten Kirchenasyl geben.
Migranten in Warteschlange für Essen und Trinken
Die Kirchen fordern von der Politik einen menschenwürdigen Umgang mit Migranten. Migration sei eine globale Herausforderung, deshalb könnten Probleme nicht allein national gelöst werden, sagte der frühere rheinische Präses Rekowski.

Er sei der Ansicht, "dass wir spätestens Ende nächsten Jahres aus der Flüchtlingshilfe raus müssen", sagte Wüstner in dem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte: "Die Länder und Kommunen müssen nach einer gewissen Zeit auch in der Lage sein, diese Probleme und Herausforderungen wieder selbst zu lösen."

Das "Interview der Woche" wird am Sonntag ab 11.05 Uhr im Deutschlandfunk ausgestrahlt.