Bonner Zentrum für Religion und Gesellschaft feiert Jubiläum

Das Zentrum für Religion und Gesellschaft an der Universität Bonn feiert an diesem Donnerstag sein zehnjähriges Bestehen. Ein aktuelles Aufgabenfeld sei die Herausforderung durch die wachsende Zahl von Muslimen in Deutschland, sagte Vorstandssprecher Wolfram Kinzig am Mittwoch in Bonn dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Zentrum wolle hier aufklären, betonte der evangelische Theologe.

Durch den Blick in die Geschichte könnten Ängste abgebaut werden. Es zeige sich, dass das Zusammenleben verschiedener Religionen in den weitaus meisten Fällen friedlich verlaufen sei.

Thema: Umwidmung von Kirchen

An dem Bonner Zentrum sind Wissenschaftler aus der Evangelisch-Theologischen, der Katholisch-Theologischen, der Medizinischen und der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät sowie des Altkatholischen Seminars zusammengeschlossen. Die Philosophische Fakultät beteiligt sich unter anderem mit Islamwissenschaftlern und Hinduismus-Experten. Derzeit befassten sich die Wissenschaftler unter anderem mit Säkularisierungsprozessen wie der Umwidmung von Kirchen, sagte Kinzig.

Die Gründung des Zentrums für Religion und Gesellschaft habe auch die Einrichtung zweier Master-Studiengänge ermöglicht, erklärte Kinzig. Neben dem Fach "Interreligiöse Studien" genieße vor allem der englischsprachige Ökumene-Studiengang "Ecumenical Studies" internationales Ansehen. Zu dem in Deutschland einzigartigen Studiengang kommen den Angaben zufolge Studenten aus aller Welt nach Bonn.