Gothaer Reformationshandschriften erstmals im Katalog

Gothaer Reformationshandschriften erstmals im Katalog
Die Reformationshandschriften der Forschungsbibliothek Gotha sind erstmals in einem umfassenden Katalog erfasst. Als Ergebnis mehrjähriger Forschungen biete der Bestandskatalog nunmehr detaillierte Angaben zu jedem der über 15.800 Einzelstücke, sagte der Wissenschaftler Sascha Salatowsky dem epd.

Die beiden Bände mit mehr als 1.400 Seiten sollen am 9. September bei einer Festveranstaltung im Schloss Friedenstein vorgestellt werden. 

Die Bestände gehören nach der Einschätzung des Wissenschaftlers zu den bedeutendsten handschriftlichen Sammlungen zur Reformationsgeschichte in Deutschland. Sie gelten zudem als Referenzsammlung für die Geschichte des mitteldeutschen Protestantismus im 16. Jahrhundert. Den Kern der Sammlung bilden 260 Bände. Deren knapp 16.000 Einzelstücke wurden in den vergangenen zehn Jahren von dem Reformationshistoriker Daniel Gehrt in einer Online-Datenbank erschlossen.

Die reformationsgeschichtliche Sammlung geht zurück auf die 1640 gegründete herzogliche Bibliothek und ist der Kernbestand der Forschungsbibliothek. Im Ergebnis zielgerichteter Erwerbungen in den vergangenen Jahrhunderten verfügt sie über zahlreiche Handschriften und Drucke von Martin Luther, Philipp Melanchthon und anderer Reformatoren aus Deutschland und Europa. Die Bibliothek ist heute eine Einrichtung der Universität Erfurt.

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