Deutschlands erste Online-Jobbörse für Flüchtlinge gestartet

Screenshot der Webseite workeer.de, der ersten Online-Jobbörse für Flüchtlinge in Deutschland.

Foto: Screenshot/www.workeer.de

Deutschlands erste Online-Jobbörse für Flüchtlinge gestartet
Die erste Online-Jobbörse für Flüchtlinge in Deutschland ist am Montagabend gestartet. "Wir haben uns gefragt, was wir für Flüchtlinge machen können und sind auf diese Idee gekommen", sagte einer der Initiatoren der Seite, David Jacob, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag.

Unter workeer.de können deutsche Arbeitgeber Jobs anbieten und Flüchtlinge ihrer Qualifikation nach geeignete Arbeiten finden und suchen. Die Jobbörse haben die Kommunikationsdesigner Philipp Kühn (25) und David Jacob (24) am Montag als Bachelorarbeit an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin eingereicht.

Es habe eine Reihe von Themenfeldern gegeben, die für ein Abschlussprojekt interessant gewesen seien, sagte Jacob. "Das Thema Arbeit für Flüchtlinge erschien uns als das Gesamtpaket, das wir mit unseren Mitteln am besten umsetzen können." Bevor es an die Konzeption und Programmierung der Seite ging, haben die Gründer mit Flüchtlingen und Flüchtlingsinitiativen gesprochen.

"Ein großes Problem für Flüchtlinge ist, dass sie den ganzen Tag rumsitzen und nichts zu tun haben", sagte Jacob. Dadurch fühlten sich die Menschen nicht als Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Die meisten Geflüchteten wollten auch hier etwas machen, was mit der Arbeit in ihrem Heimatland zu tun habe. "Einfach ganz normal: Auf eigenen Beinen zu stehen."



Innerhalb eines halben Tages hätten sich sieben Bewerber registriert, die einen Job suchen - darunter ein Zahnarzt aus Syrien, der gerade als Pizzafahrer in Köln arbeitet. "Und wir haben 30 bis 40 weitere in der Warteschleife, die sich angemeldet haben, aber noch nicht freigeschaltet sind", sagte Kühn. Des Weiteren hätten sich fünf Arbeitgeber registriert, die verschiedene Jobs, darunter als Florist oder Programmierer, anbieten. "Wir wollen mit der Plattform auch zeigen, wer sich für Flüchtlinge engagiert."

Vorerst sei die Plattform nur auf Twitter beworben worden, sagt Kühn. "Ich habe gestern Abend als die Seite online gegangen ist, einen tweet abgesetzt und der ist durch die Decke gegangen." Für die Zukunft wollten Kühn und Jacob verschiedenen Flüchtlingsinitiativen Bescheid geben und die Seite bewerben.

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