Hunderte protestieren in Neuruppin gegen rechten Aufmarsch

Hunderte protestieren in Neuruppin gegen rechten Aufmarsch
"Schöner leben ohne Nazis"
Rund 1.400 Menschen haben im brandenburgischen Neuruppin gegen einen bundesweiten Neonazi-Aufmarsch protestiert. Insgesamt fanden am Samstag acht Veranstaltungen gegen den sogenannten "Tag der deutschen Zukunft" statt, an dem etwa 600 Rechtsextreme teilnahmen.

Um gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern, waren rund 1.500 Polizisten aus Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und von der Bundespolizei im Einsatz.

Dabei kam es nach Polizeiangaben zu einzelnen gewalttätigen Angriffen von Anhängern des linken Spektrums gegen Polizeibeamte. Die Einsatzkräfte setzten ihrerseits kurzfristig Pfefferspray, Schlagstöcke und einen Wasserwerfer ein. 30 Gegendemonstranten wurden vorübergehend festgenommen.

Unter dem Motto "Schöner leben ohne Nazis" hatten Landesregierung, Handel, Jugendverbände und Kirchen zu Protesten gegen den Aufzug der Neonazis aufgerufen. Nach Polizeiangaben nahmen rund 700 Menschen an Bürgerfesten und ähnlichen Gegenveranstaltungen teil. Hinzu kamen rund 700 linksorientierte Demonstranten, von denen mehrere Hundert als gewaltbereit eingestuft wurden.

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