Streit um Nationalen Gebetstag in den USA

Streit um Nationalen Gebetstag in den USA
Der Nationale Gebetstag in den USA sorgt für politische Kontroversen.

Der Direktor des Verbandes "Vereinigte Amerikaner für die Trennung von Kirche und Staat", Barry Lynn, rügte die staatliche Aufforderung zum Beten. Einige Organisationen riefen zu einem "Tag der Vernunft" auf. Der Tag des Gebets wurde 1952 eingeführt. 1988 legte der damalige Präsident Ronald Reagan fest, dass der Tag am ersten Donnerstag im Mai begangen wird. Landesweit werden Hunderte Gottesdienste abgehalten, um für die USA zu beten.

Präsident Barack Obama erklärte zur diesjährigen Proklamation des Gebetstages am Donnerstag, man solle Gott danken für die Demokratie im Land und die Glaubensfreiheit - und besonders beten für die US-amerikanischen Soldaten. Mit-Koordinatorin Shirley Dobson sagte, die Nation stehe an einem "gefährlichen Scheideweg". Hoffnung liege allein beim Beten um den "Beistand des Allmächtigen".

Der "Amerikanische Verband für Humanismus" und die "Säkulare Koalition von Amerika" riefen zur Teilnahme an einem "Tag der Vernunft" auf. Der Gebetstag beleidige Millionen Menschen, die glaubten, dass "unsere Probleme durch Vernunft und nicht Gebet gelöst werden", erklärte eine Sprecherin des Humanismusverbandes. Ein einzelner Kongressabgeordneter, der Demokrat Pete Stark aus Kalifornien, hat sich dem Aufruf zum "Tag der Vernunft" angeschlossen.

Laut Umfragen sind mehr als 80 Prozent der US-Amerikaner überzeugt, Gebete gingen manchmal in Erfüllung. Und etwa 60 Prozent sagten, sie beteten mindestens einmal am Tag.

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