50. Charterflug mit Flüchtlingen aus Syrien in Deutschland eingetroffen

50. Charterflug mit Flüchtlingen aus Syrien in Deutschland eingetroffen
Der 50. Charterflug mit syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen ist am Mittwochnachmittag in Deutschland angekommen. Die in Beirut im Libanon gestartete Maschine mit 179 Syrern landete am Nachmittag in Hannover.
Deutschland spricht 2019

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Staatssekretärin Emily Haber aus dem Bundesinnenministerium begrüßten die Flüchtlinge persönlich. "Diese Menschen haben teils monatelange oder jahrelange Flucht hinter sich, ich bin sehr froh, dass wir denen helfen können, die sonst vor dem Nichts gestanden hätten", betonte Pistorius.

Schon bei der Ankunft des ersten Fliegers vor anderthalb Jahren war der Minister dabei. "Genau wie damals bin ich heute beeindruckt vom Gesichtsausdruck dieser Menschen. Sie haben Dankbarkeit in den Augen und können zugleich nicht glauben, nun endlich in Sicherheit zu sein." Entscheidend sei jetzt, ihnen schnell eine Heimat zu bieten. In den kommenden zwei Wochen werden sie im Grenzdurchgangslager in Friedland untergebracht, danach sollen sie in Kommunen kommen.

Im September 2013 war die erste Maschine mit Flüchtlingen aus Syrien ebenfalls in Hannover gelandet. Die Bundesregierung hatte beschlossen, insgesamt 20.000 besonders schutzbedürftige Syrer in Deutschland aufzunehmen. Sie brauchen keine Asylanträge zu stellen und dürfen zunächst zwei Jahre bleiben.

Rund 16.000 dieser besonderen Visa sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums bereits erteilt worden. In erster Linie würden dafür Personen mit Verwandten in Deutschland ausgewählt. Noch im März werde das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge alle Ausnahmezusagen erteilt haben, hieß es. Zurzeit seien noch rund 1.000 Zusagen offen.

Meldungen

Top Meldung
Der Berliner Protestforscher Simon Teune geht davon aus, dass die Klimabewegung "Fridays for Future" sehr lange aktiv sein wird. "Die Ausgangsbedingungen für einen langanhaltenden Protest sind sehr gut, weil es eine breite Unterstützung gibt",