Christen in Schwerin wollen Friedenszeichen setzen

Christen in Schwerin wollen Friedenszeichen setzen
Evangelische und katholische Christen in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern sind aufgerufen, sich gemeinsam für den Frieden und gegen Ausgrenzung zu positionieren.

Angesichts der schrecklichen Ereignisse in Frankreich sei es Zeit, innezuhalten und sich zu besinnen, heißt es vom katholischen Erzbistum Hamburg und der evangelischen Bischofskanzlei Schwerin und Kirchenkreis Mecklenburg. Ein weiterer Anlass sind geplante
Aktionen von "Pegida"-Ablegern in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern am kommenden Montag, von denen die Kirchen sich distanzieren wollen.

Als erstes ist  geplant, am Sonntag in allen Gottesdiensten in der Landeshauptstadt das Gebet der Vereinten Nationen zu sprechen. Darin heißt es: "Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen Mensch tragen."

Für Montag laden die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden ebenso zu Gebet und Stille in die Kirchen der Stadt ein. Von 18.30 Uhr bis 20 Uhr werden Kirchen geöffnet sein und die Altarkerzen werden brennen. Ansonsten werden die Kirchen der Stadt verdunkelt sein - zum Nachdenken über die aktuellen Ereignisse und als Symbol gegen die Ausgrenzung von Flüchtlingen.