Studie: Ganztagsschule bindet Eltern mit Migrationshintergrund ein

Ganztagsschule

Foto: dpa/Frank Leonhardt

Studie: Ganztagsschule bindet Eltern mit Migrationshintergrund ein
Ganztagsgrundschulen gelingt es leichter als Halbtagsschulen, Eltern mit Migrationshintergrund und aus sozial ärmeren Schichten einzubinden. Das ist ein Ergebnis einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration.

Demnach haben zudem jene Familien, bei denen beide Eltern aus dem Ausland zugewandert sind, eine besonders große Bereitschaft, sich bei schulischen Programmen und Projekten oder bei der Betreuung von Hausaufgaben einzubringen. Zudem haben sie einen engeren Kontakt zum Deutschlehrer als Eltern, bei denen nur ein Teil ein Migrationshintergrund hat.

Nach Ansicht der Autoren der Studie ist es Ganztagsschulen gelungen, Angebote zu entwickeln, "die auch Eltern mit möglicherweise geringen Deutschkenntnissen in den Schulkontext einbeziehen, zum Beispiel im Rahmen von Schulprojekten". Außerdem hätten sie besonders mit solchen Familien zusammengearbeitet, deren Kinder einen potenziellen Förderbedarf haben. Die Studie untersuchte, welche Möglichkeiten Grundschulen in Deutschland den Eltern bieten sich einzubringen. Dafür wurden unter anderem Angaben von 197 Schulleitern und 3.182 Eltern ausgewertet, von denen 28 Prozent einen Migrationshintergrund hatten. Die Studie wurde von der Vodafone-Stiftung gefördert.

Insgesamt stellt die Untersuchung den Schulen gute Noten aus. Fast ausnahmslos bieten sie Eltern mindestens einmal im Schuljahr an, sich über das Schulkonzept und den Lernfortschritt ihres Kindes zu informieren, in der Schule mitzuarbeiten oder sich als Elternsprecher zu engagieren.

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