Lutheraner drängen Politiker zum Klimaschutz

Klimawandel

Foto: dpa/Francis R. Malasig

Lutheraner drängen Politiker zum Klimaschutz
Die Menschen in ärmeren Ländern seien für den Klimawandel nicht verantwortlich, appellierte Vertreter des Lutherischen Weltbundes vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Lima am Sonntag.

Der Lutherische Weltbund (LWB) appelliert an die Staatengemeinschaft, auf der UN-Klimakonferenz in Lima die Grundlagen für ein neues globales Klimaabkommen zu legen. Beim Kampf gegen die Erderwärmung müssten sich die Politiker von "sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit" leiten lassen, teilte der LWB am Freitag in Genf mit. Der zweiwöchige Klimagipfel in der peruanischen Hauptstadt beginnt am Montag.

Die Menschen in armen Ländern seien für den Klimawandel nicht verantwortlich, unterstrich der LWB. Sie müssten aber unter den Folgen besonders leiden, etwa durch den Anstieg des Meeresspiegel, Dürren und Stürme. Deshalb benötigten sie dringend großzügige Hilfen.

Auf der Klimakonferenz in Lima werde eine Jugenddelegation des LWB auf die Gefahren der Erderwärmung für künftige Generationen aufmerksam machen, hieß es. Bei der UN-Konferenz werden Vertreter von rund 190 Ländern über einen neuen internationalen Klima-Vertrag verhandeln, der für alle Staaten rechtlich bindend sein soll. Ziel ist es, das neue Abkommen auf der nächsten Klimakonferenz Ende 2015 in Paris zu verabschieden.

Im Lutherischen Weltbund mit Sitz in Genf sind 144 Kirchen zusammengeschlossen, die mehr als 72 Millionen Christen repräsentieren.

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