Ältere Westdeutsche häufiger von Armut bedroht

Ältere Westdeutsche häufiger von Armut bedroht
Menschen im Osten Deutschlands sind deutlich häufiger von Armut bedroht.

Das Risiko von Altersarmut zeigt sich hingegen derzeit im Westen deutlicher, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. 2013 waren demnach 19,8 Prozent aller Menschen in Ostdeutschland armutsgefährdet, in Westdeutschland 14,4 Prozent. Die Armutsgefährdung von Frauen und Männer ab 65 Jahren lag in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin indes bei 12,5 Prozent und war somit geringer als im früheren Bundesgebiet mit 14,8 Prozent.


Im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Bayern war das relative Armutsrisiko für ältere Menschen am höchsten. Die Quote betrug im Saarland 19,2 Prozent, in Rheinland-Pfalz 17,8 Prozent und in Bayern 17 Prozent. Am geringsten war die Quote für Menschen ab 65 in Berlin mit 11 Prozent, in Sachsen mit 11,5 Prozent und in Hamburg mit 11,7 Prozent.

Als armutsgefährdet gelten gemäß einer Definition der Europäischen Union Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren nach Bedarf gewichteten Einkommens der Bevölkerung in Privathaushalten auskommen müssen. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus galten im Jahr 2013 Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 892 Euro als armutsgefährdet.

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