Verband fordert bessere Aufklärung über Organspende

Verband fordert bessere Aufklärung über Organspende
Der Verband "Gesundheit aktiv" hat eine Petition mit der Forderung nach besserer Aufklärung über die Umstände einer Organspende gestartet.

"Wir fordern die Bundesregierung und die Länder mit unserer Petition auf, endlich den gesetzlichen Auftrag einzulösen und die Menschen umfassend und ergebnisoffen aufzuklären", sagte Verbandsgeschäftsführer Stefan Schmidt-Troschke am Donnerstag in Berlin. Er fordert auch einen neu formulierten Organspendeausweis.



Der Verband findet, dass die Deutschen nur unzureichend über wichtige Fragen zur Organspende aufgeklärt werden. So wüssten viele nicht, was unter "Hirntod", der Voraussetzung für eine Organentnahme ist, zu verstehen ist und dass der Körper intensivmedizinisch bis zur Organentnahme am Leben gehalten werden muss. Schmidt-Troschke plädiert dafür, im landläufig bekannten Organspendeausweis den Begriff "Tod" durch "irreversibles, vollständiges Hirnversagen" zu ersetzen.

Der Hirntod als Voraussetzung für eine Organspende wird von Experten immer wieder hinterfragt. Auch aus den Reihen des Deutschen Ethikrat wurde zuletzt Kritik an dem Aufklärungsmaterial der Krankenkassen zur Organspende laut, weil es wenig Informationen zum Hirntod und den Umständen einer Organspende enthalte. Organspenden sind in Deutschland zuletzt nach Manipulationsskandalen stark zurückgegangen. Seitdem werden Rufe nach mehr Transparenz und Information lauter.

Der Patientenverband "Gesundheit aktiv" vertritt eine anthroposophische Haltung. Ihm gehören nach eigenen Angaben 8.000 Mitglieder und rund 100 Organisationen an. Die Petition kann unter www.wir-wollen-alles-wissen.de nachgelesen und unterstützt werden.

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