Kirchenmitarbeiter soll 500.000 Euro veruntreut haben

Kirchenmitarbeiter soll 500.000 Euro veruntreut haben
Der verdächtigte Mitarbeiter arbeitete seit rund zwei Jahren für eine Wiesbadener Gemeinde. Über ein halbes Jahr hinweg soll er unter anderem Rechnungen fingiert und Steuernummern gefälscht haben.

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Mitarbeiter der Evangelischen Gesamtgemeinde Wiesbaden eingeleitet. Der Mann stehe in Verdacht, inerhalb von etwa sechs Monaten rund 500.000 Euro veruntreut zu haben, sagte der Öffentlichkeitsreferent des Evangelischen Dekanats Wiesbaden, Roger Töpelmann, am Dienstag. Die Unregelmäßigkeiten seien in der Finanzbuchhaltung der Evangelischen Regionalverwaltung Wiesbaden-Rheingau-Taunus entdeckt worden. Dort seien erhöhte, fingierte und mit falschen Steuernummern versehene Rechnungen aufgefallen.

Nach dem Vorfall habe die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sofort Strafanzeige erstattet, sagte Töpelmann. Außerdem seien das kirchliche Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet und Akten sowie der Rechner des Mitarbeiters sichergestellt worden. Der mutmaßliche Täter, der seit zwei Jahren in der Gesamtgemeinde Wiesbaden beschäftigt gewesen sei, sei zunächst beurlaubt worden. Mittlerweile sei ihm gekündigt worden.

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden bestätigte den Eingang der Strafanzeige und die Aufnahme eines Verfahrens. Wegen der laufenden Ermittlungen könne die Behörde jedoch keine näheren Angaben machen, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Winckelmann.

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