Neue Priorin am Schwanberg: Leben im Orden kein Auslaufmodell

Neue Priorin am Schwanberg: Leben im Orden kein Auslaufmodell
Die neue Piorin der evangelischen Communität Casteller Ring (CCR) hält die lebenslange Bindung an einen Orden nicht für ein Auslaufmodell.

Es gebe heute viele verschiedene Lebensentwürfe und -modelle, sagte Schwester Heidrun Perpetua Schörk dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie finde es sehr wichtig, "dass eine Option wie die unsere auch weiterhin in dieser Palette erhalten bleibt". Die aktuell 35 Schwestern des evangelischen Frauenordens am Schwanberg leben nach den Regeln des heiligen Benedikt. Dazu gehören auch die lebenslange Bindung an den Orden sowie Gütergemeinschaft, Ehelosigkeit und "mündiger Gehorsam".


Schwester Heidrun schließt aber auch nicht aus, dass der Orden sich in Zukunft noch mehr öffnet und etwa ein Mitleben auf Zeit ermöglicht. "Wir haben in der Vergangenheit schon solche Versuche unternommen", erläuterte sie. Die Erfahrung habe aber gezeigt, dass es schwierig ist, wenn beide Lebensmodelle - die lebenslange Profess und ein Mitleben auf Zeit - nebeneinander existierten. Die lebenslange Bindung sei "eine Art spezieller Selbstversuch", ergänzte die neue, Anfang Oktober für sechs Jahre gewählte Priorin. "Das kann letzten Endes nur eine Berufung sein", rein rational könne man so etwas nicht entscheiden.

Wirtschaftlich betrachtet geht es der Gemeinschaft gut, sagte Schwester Heidrun, die bislang für die Finanzen der Communität Casteller Ring verantwortlich war: "Wir leben von unserer Hände Arbeit und von den Renten unserer alten Schwestern." Dadurch, dass die Schwestern in den kommenden Jahren vermutlich insgesamt weniger werden, "wird es finanzielle Veränderungen geben, auf die wir uns einstellen müssen", erläuterte sie.

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