Höherer Mindestlohn für Kambodschas Textilindustrie gefordert

Näherinnen in einer Textilfabrik in Kambodscha

Foto: dpa/Arjay Stevens

Junge kambodschanische Näherinnen in einer Textilfabrik am Rande Phnom Penhs.

Höherer Mindestlohn für Kambodschas Textilindustrie gefordert
Die Entwicklungsorganisation Inkota hat an die großen Textilunternehmen appelliert, einen höheren gesetzlichen Mindestlohn in der Textilindustrie Kambodschas zu unterstützen.

Am Freitag soll die neue Lohnuntergrenze, über die Regierung und Textilverband derzeit verhandeln, bekanntgegeben werden, wie Inkota am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Organisation fordert einen Mindestlohn von 177 US-Dollar im Monat. Aktuell liegt er bei etwa 100 Dollar.

Der Appell richtet sich unter anderem an die Bekleidungsfirmen H&M, Levis, C&A, GAP, Inditex und Puma. "Es kann nicht sein, dass etwa 500.000 kambodschanische Textilarbeiter und Textilarbeiterinnen trotz überlanger Arbeitstage in der Armutsspirale gefangen bleiben", sagte Berndt Hinzmann von Inkota. Ein Lohn, von dem die Textilarbeiter wirklich leben könnten, müsste allerdings laut Inkota nahezu 400 Dollar im Monat betragen.

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