Käßmann: Menschen sollten nicht durch Hand eines anderen sterben

Käßmann: Menschen sollten nicht durch Hand eines anderen sterben
Die evangelische Theologin Margot Käßmann warnt vor einer Liberalisierung der Sterbehilfe.

Menschen sollten "an der Hand eines anderen sterben können, und nicht durch die Hand eines anderen", sagte Käßmann am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Sie habe den Eindruck, dass die Gesellschaft die Geduld mit dem Sterben verliere.


Sterben brauche Zärtlichkeit und Ruhe, sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): "Ich wünsche mir, dass wir für die Sterbenden Zeit haben." Ihnen müsse die nötige Begleitung gegeben werden.

Eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten um die SPD-Politiker Carola Reimann und Karl Lauterbach sowie Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) arbeitet derzeit an einem Gesetzentwurf, der Ärzten unter bestimmten Bedingungen ausdrücklich die Beihilfe zum Suizid erlauben soll. Bei Beihilfe zum Suizid überlässt ein Helfer dem Sterbewilligen beispielsweise ein todbringendes Medikament, verabreicht es aber nicht selbst. Andernfalls wäre es Tötung auf Verlangen, die in Deutschland verboten ist.

Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery lehnte es ab, dass Mediziner Beihilfe zum Suizid leisten. Die Grenze zur Tötung auf Verlangen sei nicht einzuhalten, argumentierte er in der ZDF-Sendung. Hintze indes will Ärzten nach eigenen Worten rechtliche Sicherheit geben, wenn sie todkranken Menschen mit hohem Leidensdruck "dabei helfen, selber einschlafen zu können".

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