Südkoreanischer Friedenspreis für Merkel

Südkoreanischer Friedenspreis für Merkel
Die Jury begründet ihre Entscheidung mit Merkels Entschuldigungen für deutsche Kriegsverbrechen und ihrem Einsatz in der europäischen Finanzkrise.

Für ihren Beitrag zu Völkerverständigung und Aussöhnung wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem diesjährigen Seouler Friedenspreis geehrt. Die südkoreanische Stiftung, die die mit 200.000 Dollar dotierte Auszeichnung seit 1990 verleiht, würdigt damit besonders Merkels wiederholte Entschuldigungen für deutsche Kriegsverbrechen. Die CDU-Politikerin habe so die internationale Gemeinschaft an die Bedeutung von Menschenwürde und Menschenrechte erinnert, zitierte die Seouler Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch aus der Begründung der Jury.

Auch Merkels Rolle bei der Eindämmung der Wirtschaftskrise in Europa und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus fand das Lob der Juroren. Die Auszeichnung soll dem Bericht zufolge bei einem - derzeit noch nicht geplanten - Besuch der deutschen Kanzlerin in Südkorea überreicht werden. Frühere Preisträger waren unter anderem die Hilfsorganisationen Oxfam und Ärzte ohne Grenzen sowie die UN-Generalsekretäre Kofi Annan und Ban Ki Moon.
 

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