EKD-Theologe Gundlach beklagt Verdrängung der Religionen

Atheismus

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EKD-Theologe Gundlach beklagt Verdrängung der Religionen
Der Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thies Gundlach, beklagt eine zunehmende Verdrängung von Religion aus der Öffentlichkeit.

Auch in Deutschland verlagerten sich religiöse Themen immer stärker in den Bereich des Privaten und Intimen, sagte er am Wochenende bei einer Tagung in Schwerte. "Wir reden untereinander schneller über Sex als über Religion."



Gleichzeitig würden existenzielle Fragen wie Geburt und Tod, Sinn- und Beziehungsfragen mehr und mehr als religiöse Themen erkannt, äußerte Gundlach weiter. Die Erwartungen an die Qualität pastoraler Arbeit würden höher. "Es ist immer selbstverständlicher, dass Kirchenmitglieder etwa Gottesdienste zur Trauung oder zur Taufe nach eigenen Wünschen mitgestalten wollen", sagte der Theologe. Er empfahl der Kirche neue, überraschende Orte, Formen und Liturgien. Auch müsste die Kirchenmitglieder, die in "Halbdistanz" zur Kirche stünden, gewürdigt werden.

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