Rebellen fordern erneut Teilung der Zentralafrikanischen Republik

Rebellen fordern erneut Teilung der Zentralafrikanischen Republik
Wie die BBC am Freitagabend berichtete, wiederholte der militärische Leiter der überwiegend muslimischen Ex-Séléka-Rebellen, Joseph Zoundeikodie die Forderung, das Land in einen christlichen und einen muslimischen Landesteil zu teilen. Die Zentralafrikanische Republik existiere als Nation faktisch nicht mehr, sagte Zoundeiko. In der Zentralafrikanischen Republik bekämpfen sich seit einem Putsch im Frühjahr 2013 muslimische und christliche Milizionäre.

In der Zentralafrikanischen Republik stößt das jüngst unterzeichnete Abkommen zur Waffenruhe auf immer größere Ablehnung. Zoundeikodie sagte dem britischen Sender BBC, seine Kämpfer würden die Vereinbarung nicht befolgen. Der militärische Flügel der Rebellen sei an den Gesprächen nicht ausreichend beteiligt gewesen.

Vertreter der Ex-Séléka und der christlichen Anti-Balaka-Miliz hatten das Abkommen am Mittwochabend unter internationaler Vermittlung in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville unterzeichnet. Sie einigten sich demnach auf die sofortige und landesweite Einstellung der Kampfhandlungen. Außerdem sicherten sie zu, Menschenrechtsverletzungen zu beenden und ihre Kämpfer zu kasernieren.

Die Einigung war jedoch nur ein Minimalkonsens und weit von den vorher festgelegten Zielen entfernt. So gelang es den Delegierten bei den Verhandlungen in Brazzaville nicht, sich auf die Bedingungen für die Entwaffnung und Auflösung der Milizen zu einigen.

Wenig später erklärte auch der Sprecher des politischen Büros der Ex-Séléka, das Gremium erkenne den Text der Vereinbarung nicht an. Beobachter bezweifeln außerdem, dass die Führer der Anti-Balaka die Vereinbarung bis in die untersten Ränge hinein durchsetzen können.

Dem BBC-Bericht zufolge breiten sich die Kämpfe weiter aus. Dennoch hielten einige muslimische und christliche Führer die Versöhnung und die Einhaltung einer Waffenruhe weiterhin für machbar. Die Hälfte der Bevölkerung des Landes, etwa 2,2 Millionen Menschen, ist von humanitärer Hilfe abhängig. Etwa 50 Prozent der Einwohner sind Christen, 15 Prozent Muslime.

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