Honduras bittet um Unterstützung bei Migrationswelle

Honduras bittet um Unterstützung bei Migrationswelle
Der Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, hat die USA um Unterstützung bei der Bewältigung der humanitären Krise von Zehntausenden Kinderflüchtlingen aus Mittelamerika gebeten.

"Unsere Länder können das Problem nicht allein lösen", sagte Hernández, wie "Prensa Libre" am Donnerstag berichtete. "Wir brauchen die Unterstützung der USA und Mexikos, weil wir alle betroffen sind." Rund 57.000 unbegleitete Minderjährige haben die Behörden seit Oktober vergangenen Jahres an der US-Grenze aufgegriffen. Die meisten von ihnen kommen aus Honduras, Guatemala und El Salvador.


Hernández rief die USA und die mittelamerikanischen Länder auf, gemeinsam einen Plan zu erarbeiten, der die Wurzeln der Migrationswelle ausrottet. Nach seiner Einschätzung gehört dazu der Kampf gegen die organisierte Kriminalität, insbesondere der Drogenhandel. "Mit Flickschusterei werden wir nichts lösen", sagte der konservative Politiker.

Inzwischen sind die Aufnahmelager in den am stärksten betroffenen US-Bundesstaaten Texas und Arizona vollkommen überfüllt. US-Präsident Barack Obama hat den Kongress um 3,7 Milliarden US-Dollar gebeten, um die Grenze zu Mexiko besser sichern und um für eine schnelle Rückführung der Kinder sorgen zu können. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind die Kinder vor der ausufernden Gewalt und der Armut in ihren Heimatländern geflohen.

Auch der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza, betonte, alle Länder, die Ursprung und Ziel der Flüchtlinge sind, müssten gemeinsam nach einer Lösung des Problems suchen. Er appellierte an die US-Behörden, den Kindern ein faires Verfahren zu ermöglichen und sie nicht zu kriminalisieren. Die Präsidenten von Honduras, Guatemala und El Salvador haben außerdem verabredet, vor dem US-Kongress für gemeinsame Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingswelle zu werben.

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