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Martin Luther King hat einen Traum

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Martin Luther King hat einen Traum
15.01.2018
evangelisch.de
"Marsch auf Washington für Jobs und Freiheit"

Foto: epd-bild/akg-images

"Marsch auf Washington für Jobs und Freiheit"

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Die Massenkundgebung, zu der Bürgerrechtler aufgerufen hatten, und die Rede des 34-jährigen Baptistenpredigers Martin Luther King am Lincoln-Denkmal im Sommer 1963 gelten als Schlüsselmoment der jüngeren US-Geschichte. Der Druck auf Präsident Kennedy, endlich ein umfassendes Bürgerrechtsgesetz zu verabschieden, sollte erhöht werden.

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"I have a dream" – der überzeugte Pazifist Martin Luther King träumte von einem Amerika frei von Rassismus. Von einem Land, in dem Schwarze und Weiße gleichberechtig leben können. Und davon, dass seine Kinder nicht nach der Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden, "ich habe einen Traum, dass Söhne von Sklavenbesitzern und Skalven miteinander an einem Tisch der Brüderlichkeit sitzen können."

Vision der Gleichheit

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Vor mehr als 200.000 Menschen sprach Martin Luther King am 28. August 1963 am Platz vor dem Denkmal für Präsident Abraham Lincoln, der 100 Jahre zuvor die Sklaverei abgeschafft hat. Millionen Zuhörer verfolgen die Rede live über den Fernseher. Mit dieser Rede wurde Martin Luther King zum Symbol der Bürgerrechtsbewegung.

Busboykott - über ein Jahr lang

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Mit dem Busboykott in Montgomery, Alabama, waren die Bürgerrechtsbewegung und King als ihr Sprecher in das nationale Bewusstsein getreten. Rosa Parks (1913-2005) weigerte sich 1955, einem weißen Passsagier Platz zu machen - obwohl es das Gesetz damals so vorschrieb. Die Schwarzen der Stadt bestreikten die Busse über 380 Tage lang. Ergebnis des Protests war ein Urteil des Obersten US-Gerichtshofes, dem zufolge Alabamas Gesetze zur Rassentrennung im ö†ffentlichen Verkehr verfassungswidrig waren.

"Ein Spiegel, um in die Seele unseres  Landes zu blicken"

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Martin Luther King sprach 17 Minuten. Und seine Rede zeigte Wirkung: Knapp ein Jahr nach dem Marsch und der Rede unterzeichnete Kennedys Nachfolger Lyndon Johnson ein weitreichendes Bürgerrechtsgesetz, 1965 wurde das Wahlrechtsgesetz verabschiedet. "Die Rede hielt allen Amerikanern einen Spiegel entgegen, um tief in den Geist und die Seele unseres Landes zu blicken", bewertete der ehemalige Außenminister Colin Powell die Rede.

Prominente Unterstützer

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Die linksliberalen Schauspieler Sidney Poitier, Harry Belafonte und Charlton Heston unterstützten die Bürgerrechtsbewegung durch ihre Anwesenheit. Belafonte war ein Vertrauter von King und setzte sich vielseitig und weltweit gegen die Rassendiskriminierung ein. Heston war von 1998 bis 2003 Vorsitzender der Waffenbesitzervereinigung NRA.

"We shall overcome" sangen...

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...die Folk-Sängerin Joan Baez und Liedermacher Bob Dylan - damals noch relativ unbekannt und unterhielten gemeinsam das Publikum. Der bis dahin größte Volksprotest hatte etwas von einem Volksmusikfest, schrieb die New York Times.

Für oder gegen King?

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Zunächst Präsident Kennedy war besorgt, die Kontrolle über die Bürgerrechtsbewegung zu verlieren und ließ Telefone verdächtiger Bürgerrechtler abhören. Doch nach der Kundgebung am 28. August empfing Kennedy King. Trotzdem wurde die Rede in einem FBI-Memorandum als demagogisch eingestuft: King sei "der gefährlichste und effektivste schwarze Führer".

"Erzähl ihnen von deinem Traum", ...

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...habe die Gospelsängerin Mahalia Jackson Martin Luther King zugerufen – eigentlich stand der Satz "I have a dream" gar nicht in seinem Redemanuskript, er improvisierte.

Von der Euphorie zum Schrecken

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Doch die Stimmung des Augusts mündet in einen Albtraum-Herbst: Im September tötet eine Bombe des Ku-Klux-Klans vier schwarze Mädchen, im November wird Präsident Kennedy ermordet.

Ein wahr gewordener Traum?

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Fünfzig Jahre später haben die Amerikaner mit Obama den ersten dunkelhäutigen Präsidenten und Rassentrennungsgesetze gibt es nicht mehr. Doch Kings Traum ist noch nicht in Erfüllung gegangen. Zwar ist vieles, was er forderte, heute Realität. Doch: Rassismus gibt es nach wie vor, die Arbeitslosenrate unter der schwarzen Bevölkerung ist doppelt so hoch wie unter weißen Amerikanern; ein Schwarzer verdient im gleichen Job im Schnitt zehn Prozent weniger als ein Weißer.

Die Situation im Sommer 1963 war angespannt, am liebsten hätte Präsident Kennedy den "Marsch auf Washington" verhindert. Doch es blieb alles friedlich. Und: Martin Luther King hielt seine legendäre Rede "I have a dream".

Diese Galerie erschien erstmals am 21. August 2013 auf evangelisch.de.