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© epd-bild / akg-imagesMartin NiemöllerDer evangelische Pfarrer, der im Ersten Weltkrieg noch ein U-Boot kommandierte, wird im September 1933 zum Vorsitzenden des "Pfarrernotbundes" und später zu einem führenden Vertreter der " Bekennenden Kirche". Weil Niemöller Adolf Hitler auch direkt widerspricht, wird er schließlich dessen persönlicher Gefangener.Ein Prozess endet in der Verurteilung zu sieben Monaten Haft, die Niemöller aber schon durch die Untersuchungshaft verbüßt hat. Statt jedoch freigelassen zu werden, wird er ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. 1941 wird Niemöller ins KZ Dachau überstellt, wo er zusammen mit einigen anderen prominenten katholischen Theologen im "Ehrenbunker" gefangen gehalten wird. Insgesamt neun Jahre sitzt der Theologe im Gefängnis, acht davon im KZ.
Nach dem Krieg gestaltet er unter anderem den Aufbau der hessisch-nassauischen Kirche mit, arbeitet am Stuttgarter Schuldbekenntnis mit und wird Präsident des Ökumenischen Rates der Kirchen. Er stirbt am 6. März 1984.
Pfarrer:innen im Widerstand
Geistliche in den Konzentrationslagern der Nazis
Die bekannteren unter ihnen sind Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer, doch weitere tausende Geistliche wurden von den Nationalsozialisten in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert - wegen ihres Glaubens, ihrer Überzeugungen oder ihrer Vorbildfunktion für ihre Gemeinde. Ihre Lebensgeschichten sind Mahnung und Glaubenszeugnis zugleich.

