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unbekannter Fotograf/dpaDietrich BonhoefferDietrich Bonhoeffer, geboren 1906, war ein herausragender Theologe, Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten und ein bekannter Vertreter der "Bekennenden Kirche".
Selbst im Falle eines Angriffskrieges plädiert Bonhoeffer für gewaltfreien Widerstand. Die Ermordung der Juden durch die Nazis lässt Bonhoeffer umdenken, in Ausnahmefällen hält er den Tyrannenmord für gerechtfertigt, denn man müsse "dem Rad in die Speichen greifen", auch wenn man selbst dadurch Schuld auf sich lade. Er war nicht direkt an den Hitlerattentaten (am 13.03.1943, 21.03.1943 und 20.07.1944) beteiligt, sondern diente als Verbindungsmann und übergab auf seinen Reisen ins Ausland geheime Dokumente an die Briten.
Am 5. April 1943 wird Bonhoeffer wegen "Wehrkraftzersetzung" verhaftet. Am 7. Februar 1945 wird er in das KZ Buchenwald verlegt, Anfang April 1945 ins KZ Flossenbürg. Am 5. April 1945 ordnet Hitler die Hinrichtung aller noch nicht exekutierten "Verschwörer" des 20. Juli 1944 an und damit auch jene Dietrich Bonhoeffers.
Pfarrer:innen im Widerstand
Geistliche in den Konzentrationslagern der Nazis
Die bekannteren unter ihnen sind Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer, doch weitere tausende Geistliche wurden von den Nationalsozialisten in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert - wegen ihres Glaubens, ihrer Überzeugungen oder ihrer Vorbildfunktion für ihre Gemeinde. Ihre Lebensgeschichten sind Mahnung und Glaubenszeugnis zugleich.

