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Woher kommen biblische Mädchennamen genau?

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Woher kommen biblische Mädchennamen genau?
Biblische Fakten zu den beliebtesten biblischen Mädchennamen
Ein Mädchen hält sich eine Banane vors Gesicht.

Jessica Byrum/Stocksy

Ein Mädchen hält sich eine Banane vors Gesicht.

Jessica Byrum/Stocksy

Sarah ist eine Frau aus dem ersten Buch der Bibel, dem 1. Buch Mose (ab <a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1Mo12">1. Mos 12</a>). Mit ihr und ihrem Mann Abraham beginnt eine lange Familiengeschichte. Dabei kann Sarah zunächst überhaupt keine Kinder bekommen. Als sie bereits eine alte Frau ist, bekommen sie und ihr Mann Besuch von drei Männern. Während sie ihren Gästen ein Essen bereitet, hört sie, dass sie Abraham versprechen, Sarah würde im nächsten Jahr noch einen Sohn zur Welt bringen. Darüber lacht sie so laut, dass die Männer vor ihrem Zelt das Lachen deutlich hören (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1Mo18,9-15">1. Mos 18,9-15</a>). Als der Sohn dann tatsächlich geboren wird, nennt sie ihn Isaak, was ungefähr bedeutet: Gott hat mich zum Lachen gebracht (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1Mo21">1. Mos 21</a>). Überhaupt scheint ihr das Alter nichts anhaben zu können. Als sie mit über siebzig nach Ägypten fliehen muss, weil in ihrem eigenen Land eine Hungersnot ausbricht, preisen alle Leute ihre Schönheit, und der Pharao persönlich verliebt sich in sie (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1Mo12,14-15">1. Mos 12,14-15</a>). Sarah wurde sozusagen die Mutter von gleich drei Religionen: Judentum, Christentum und Islam, denn diese Religionen berufen sich alle auf sie und ihren Mann Abraham.<br>So bedeutet der Name auch Stammesmutter, Fürstin oder Herrin.

Zwei kleine Mädchen sitzen in einem Waschbecken und spielen miteinander.

Jessica Byrum/Stocksy

Lea ist eine der wichtigsten Mütter in der Bibel, genauer gesagt im Alten Testament. Gleich sechs Söhne und eine Tochter bekommt sie. Aus den Söhnen werden sechs der zwölf Stämme Israels. Der Mann, mit dem sie diese Söhne bekommt, Jakob, verliebte sich allerdings ursprünglich in Leas jüngere Schwester Rahel (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1Mo29">1. Mos 29</a>). Damit er sie heiraten durfte, diente er ihrem Bruder Laben sieben Jahre lang (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1Mo29,19-22">1. Mos 29,19-22</a>). In der Hochzeitsnacht war es allerdings nicht Rahel, sondern Lea, die zu Jakob ging. Als Jakob das am nächsten Tag bemerkte, war er natürlich sehr ärgerlich. Allerdings sagte ihm sein Schwager, er könne gern beide Schwestern zur Frau bekommen, wenn er noch einmal sieben Jahre für ihn arbeiten würde. Darauf einigten sich die Männer (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1Mo29,23-30">1. Mos 29,23-30</a>). <br>Der Name Lea kann übersetzt werden mit Herrin oder auch Löwin.

Zwei Mädchen sitzen auf einer Bank. Eine gibt der anderen einen Kuss.

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Der Name Lena geht auf Maria von Magdala zurück, die auch Maria Magdalena genannt wird. Maria Magdalena ist eine Frau aus dem Umkreis von Jesus. Das heißt, sie wird in der Bibel genannt als eine von mehreren Frauen, die Jesus unterstützten (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/luk8,2-3">Lk 8,2-3</a>). Vor allem aber wird Maria Magdalena in allen vier Evangelien (also bei Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) als eine der Frauen genannt, die die Ersten sind, denen am Ostermorgen verkündigt wird, dass Jesus auferstanden ist. Sie gehen am dritten Tag zum Grab und sehen, dass das Grab leer ist. Im Johannesevangelium begegnet der auferstandene Jesus Maria Magdalena und spricht sie an. Diese Szene ist sehr schön beschrieben, so dass man sich später immer wieder fragte, ob Jesus und Maria von Magdala vielleicht sogar ein Paar waren (Joh 20,11-18). Dafür gibt es allerdings keine Beweise. So bedeutet der Name im hebräischen "die aus Magdala am See Genezareth Stammende".

Ein Mädchen mit Sonnenbrille und Zopf oben auf dem Kopf schaut cool in die Kamera.

Foto: Jessica Byrum/stocksy

Johanna ist die weibliche Form von Johannes, und der Name Johannes kommt in der Bibel sehr häufig vor. Aber auch eine Johanna kommt an zwei Stellen im Lukasevangelium vor. Gemeint ist eine der Frauen im Umfeld von Jesus, die namentlich erwähnt werden: Johanna war die Frau des Chuza, und es heißt, dass sie Jesus und seine Jünger unterstützte, auch finanziell (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/Luk8,3">Lk 8,3</a>). Diese kleine Notiz ist spannend, denn anscheinend war Chuza ein Beamter des Königs Herodes, also eines Gegners Jesu. Es scheint, als habe Johanna – ob nun mit oder ohne Einwilligung ihres Mannes – gegen Herodes gearbeitet, indem sie Jesus unterstützte. Das ist in jedem Fall ein mutiger Schritt. Johanna meinte es mit ihrer Unterstützung und ihrem Glauben an Jesus wohl sehr ernst, denn sie gehörte zu den Frauen, die dafür sorgten, dass Jesus nach der Kreuzigung angemessen beerdigt wurde. Am Ostermorgen wollten sie seinen Leichnam salben und wurden so die ersten Zeuginnen der Auferstehung (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/Luk24,1-12">Lk 24,1-12</a>). Johanna war also anscheinend eine mutige und sehr hingebungsvolle Frau. <br>Der Name kann übersetzt werden mit "Gott ist gnädig".

Kinder kuscheln miteinander.

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Maria ist ein sehr häufiger Name in der Bibel. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass zur Zeit Jesu viele Eltern ihre Töchter nach der berühmten Miriam nannten. Miriam war die Schwester von Mose, der das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten führte. Sie rettete ihrem kleinen Bruder das Leben, als der erst drei Monate alt war (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/2mo2,1-10">2. Mo 2,1-10</a>). Die Mutter Jesu hieß vermutlich auch Miriam. Die biblischen Bücher, die von ihr erzählen, wurden allerdings auf Griechisch geschrieben und so wurde auch ihr Name ins Griechische übertragen: Aus Miriam wurde Maria. Berühmt ist natürlich vor allem die Szene, in der der Erzengel Gabriel Maria besucht und ihr ankündigt, dass sie vom Heiligen Geist schwanger werden wird (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/Luk1,26-56">Lk 1,26-56</a>). <br>Eine weitere, sehr bekannte Maria ist Maria Magdalena. Von ihr wird erzählt, dass sie zu den Frauen gehörten, die Jesus begleiteten und unterstützten (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/luk8,2">Luk 8,2</a>). Die Vermutung, dass Maria Magdalena auch eine Geliebte Jesu war, ist biblisch nicht belegt und gehört ins Reich der Legenden.<br>Die Übersetzung des Namens ist umstritten. Nach neuerem Kenntnisstand, könnte der Name ägyptische Wurzeln haben und soviel wie "die vom Gott Amun Geliebte" bedeuten.

Ein Mädchen steht auf einem Feld und guckt nachdenklich in den Sonnenuntergang.

Foto: Jessica Byrum/stocksy

Der Name Sophia oder Sophie kommt in der Bibel nicht als Frauenname vor. Allerdings bedeutet dieser griechische Name auf Deutsch Weisheit, und die Weisheit spielt eine große Rolle in der Bibel. Sie tritt sogar als Person, als Frau, auf. Der sprichwörtlich weise König Salomo soll es gewesen sein, der eine große Sammlung von weisen Sprüchen gesammelt und zusammengestellt hat. Sie stehen im Buch der Sprüche (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/spr1">Spr 1</a>). Dort wird mehrmals beschrieben, wie die Weisheit die Menschen öffentlich und laut dazu aufruft, ihr doch zuzuhören: "Die Weisheit ruft laut auf der Straße und lässt ihre Stimme hören auf den Plätzen ... Siehe, ich will über euch strömen lassen meinen Geist und euch meine Worte kundtun." (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/spr1,20-23">Spr 1,20-23</a> in Auszügen) "Sophia" hat sogar eine kluge Mitbewohnerin. So heißt es in Kapitel 8: "Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und finde Einsicht und guten Rat." (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/spr8,12">Spr 8,12</a>) In der Bibel ist Sophia die vernünftige Stimme, die dazu aufruft, sich an gute Regeln zu halten.

Ein kleines Mädchen läuft einen matschigen Weg entlang, Es sieht vergnügt aus.

Jessica Byrum/Stocksy

Der Name Hanna kommt in der Bibel an zwei wichtigen Stellen vor. Einmal ist es der Name der Mutter des Propheten Samuel, der den Hirtenjungen David zum König über Israel salbte (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1sa16,1-13">1. Sam 16,1-13</a>). Hanna konnte zunächst keine Kinder bekommen und war darüber unendlich traurig. Sie betete zu Gott und versprach ihm, wenn sie ein Kind bekommen könnte, wollte sie das Kind ganz Gott weihen (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/1sa1">1. Sam 1</a>). Als ihr Sohn Samuel geboren wurde, sorgte sie tatsächlich dafür, dass er ein Prophet wurde, also jemand, der ganz zu Gott gehört und durch den Gott zu den Menschen spricht. <br>Im Neuen Testament kommt ebenfalls eine Hanna vor, und die ist selbst eine Prophetin. Sie ist sehr alt und lebt im Tempel in Jerusalem. Als Maria und Josef mit ihrem Neugeborenen in den Tempel kommen, sieht Hanna Jesus und weiß sofort: Das ist der versprochene Messias (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/luk2,36-38">Lk 2,36-38</a>). Hanna freut sich und preist Gott, denn sie weiß, dass mit diesem Kind die Erlösung in die Welt gekommen ist. <br>Der Name Hanna kann übersetzt werden mit "Gnade".

Baby im Kinderwagen

Foto: Jessica Byrum / Stocksy

Der Name Anna kommt in der Bibel nicht vor. Allerdings gibt es Legenden, die ab dem zweiten Jahrhundert nach Christus entstanden, in denen erzählt wird, Anna sei die Mutter Marias, also die Großmutter Jesu gewesen. Interessant ist, dass die Legenden sehr der biblischen Geschichte von Hanna, der Mutter des Propheten Samuel, ähneln. Hier wie dort wird erzählt, dass die Frauen jahrelang keine Kinder bekommen konnten und deswegen Gott um Hilfe baten. Als sie schließlich doch schwanger wurden, versprachen Hanna und – der Legende nach – Anna, ihr Kind Gott zu weihen und in den Tempel zu bringen. <br>Weil sich der Name von Hanna ableitet, bedeutet Anna ebenfalls so viel wie "Gnade"

Viele Eltern entscheiden sich für einen Vornamen, den es bereits zu Zeiten der Bibel gegeben hat. Wir erklären, welche biblischen Frauen hinter beliebten Mädchennamen stehen.