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Klöster und ihre Gärten

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Klöster und ihre Gärten
Rosen am und im Kloster

© Toma Babovic/laif

Rosen am und im Kloster

© Toma Babovic/laif

Wie im Märchen von Dornröschen ranken sich romantisch die Rosen um die dicken Steinwänden des evangelischen Augustinerklosters in Erfurt. Verwunschen wirkt der Garten. Eine Rose findet sich auch innerhalb der Klosterwände: Im Löwen- und Papageien-Fenster der Augustinerkirche des Klosters befindet sich im Glas abgebildet das Vorbild der ersten Lutherrose. Der Reformator Martin Luther lebte zwischen 1505 und 1512 als Mönch in dem Erfurter Kloster.

Kultur im Garten

© imago stock/imagebroker

Wunderschön ist die denkmalgeschützte Gartenanlage um das katholische Stift Neuzelle in Brandenburg. In den Sommermonaten bietet die Stiftung Neuzelle in der Anlage ein umfangreiches Kulturprogramm an. Es gibt Konzerte in den Kirchen, Ausstellungen und das internationale Musiktheaterfestival "Oper Oder-Spree". Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Klostermuseum im Kreuzgang, das im Jahr 2009 eröffnet wurde.

Klostergarten

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Im evangelischen Kloster Barsighausen bei Hannover erntet Schwester Christine einen Kürbis. Der Klostergarten bietet reichliche Ernte: Eingekochtes Obst, Säfte und Marmeladen lagern nach der Ernte im Keller. Pastoren und andere Mitarbeiter der Landeskirche haben in dem Kloster auch die Möglichkeit, Früchte ihrer geistigen Arbeit zu ernten. Seit einigen Jahren gibt es integriert in das Klosterleben das "Haus Inspiratio". Christlich engagierte Menschen können hier zur Ruhe kommen, geistig Kraft tanken - auch um Burnout und möglichen Erschöpfungszuständen vorzubeugen. Es stehen mehrere Appartements zur Verfügung. Das Haus ist eines von nur drei Einrichtungen seiner Art in Deutschland.

Kraeutergarten des evangelischen Frauenkloster Stift zum Heiligengrabe

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Das Schild weist darauf hin, dass es hier zum Kräutergarten des evangelischen Frauenklosters Stift zum Heiligengrabe in Brandenburg geht. Das einstige Frauenkloster des Zisterzienserordens wurde im Mittelalter gegründet und bis heute gibt es hier immer noch reges Leben: Achtsamkeit-Meditationen, Yoga, Pilgern, meditative Tänze und Ausstellungen.

Heilung durch Kräuter

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"Kräuter gegen Erkältungskrankheiten" steht auf dem kleinen Schildchen mitten in der Kapuzinerkresse im Kräutergarten des evangelischen Frauenklosters Stift zum Heiligengrabe in Brandenburg. Die Inhaltsstoffe der Pflanze, wie zum Beispiel Senföle, wirken gegen bestimmte Viren und Bakterien. Äußerlich angewendet regt Kapuzinerkresse die Durchblutung an. Ab und an veranstaltet das Kloster Seminare, in denen Interessierte das Wissen und den Gebrauch von Heilkräutern erlernen können. Für den praktischen Teil des Seminars wird der Kräutergarten genutzt, aber auch die Wildnis in der Umgebung.

Taufe im Klostergarten

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Im Garten des evangelischen Klosters Loccum bei Hannover finden immer wieder Tauffeste statt. Bei einem besonders großen Fest im Jahr 2017 wurden der kleine Hannes und 61 andere Kinder im Alter von 4 Monaten bis 12 Jahren getauft. Die Idee kam vom Kirchenkreis Stolzenau-Loccum, nachdem man festgestellt hatte, dass viele Kinder und Jugendliche im Kirchenkreis nicht getauft sind. Pastor Joachim Köhler hatte die zündende Idee, und es entstand ein außergewöhnlicher Gottesdienst .

Kontemplation im Garten

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Kloster Triefenstein liegt westlich von Würzburg. Die evangelische "Christusträger Bruderschaft" hegt und pflegt das jahrhundertealte Gebäude und seine Gartenanlage. Die aktuell 14 dort lebenden Brüder betreiben im Kloster unter anderem ein Tagungs- und Gästehaus. Es ist inzwischen die Haupteinnahmequelle der Bruderschaft. Es kommen viele Menschen nach Triefenstein, die gerade Rückzug von der Welt suchen. Die Gartenanlage bietet Raum für kontemplative Spaziergänge. Manchmal gibt es im Freien auch Gottesdienste und Konzerte.

Märchenerzählen im Kräutergarten

© epd/imago stock

Die großflächige Gartenanlage im evangelischen Kloster Lüne bei Lüneburg wurde im Jahr 2006 neu angelegt, sie wurde nach altem Vorbild neu gestaltet. Die Gartenanlage soll nach Angaben des Klosters eine Insel der Ruhe und Besinnung, aber auch ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Kultur sein. Ab und an erzählt beispielsweise eine Märchenerzählerin im Kräutergarten jungen und alten interessierten Menschen ihre Geschichten.

Vom Kloster zur Schule

© Robert Harding/imago stock

Das Kloster Alpirsbach steht im Schwarzwald in Baden-Württemberg. Im Garten werden manchmal Führungen für große und kleine „Kräuterdetektive" angeboten. Nach der Einführung des Protestantismus in Württemberg beendete Herzog Christoph 1556 den Alpirsbacher Klosterbetrieb und gründete stattdessen eine evangelische Klosterschule - und auch eine Brauerei. Mönche - und auch Nonnen - spielten im Mittelalter tatsächlich eine wichtige Rolle beim Bierbrauen. Da Äbte des Lesens und Schreibens kundig waren, konnten sie überlieferte Rezepte verfeinern und weitergeben. Heute gibt es einige Biermarken die nach Ordensgemeinschaften benannt sind, beispielsweise das "Alpirsbacher".

Das Kloster bei Neukloster

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Das evangelische Kloster Sonnenkamp ist ein Zisterzienserinnenkloster im Osten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahr 1219 wurde dort eine kleinere Siedlung gegründet, aus der das Kloster erwuchs. Aufgrund dessen erhielt die Siedlung bald den Namen Neukloster. Im Jahre 1555 wurde "Sonnenkamp" im Zuge der Reformation säkularisiert und große Teile des ehemaligen Klostergeländes verfielen.

Ein Ort zum Gebet

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Zwei Zisterzienserinnen spazieren durch den Garten ihres Klosters St. Marien zu Helfta in der Lutherstadt Eisleben. Heute leben in Helfta zwölf Schwestern, acht von ihnen haben sich durch ihr Gelübde auf Lebenszeit an den Ort gebunden. Der Garten um das Kloster bietet einen Ort für Austausch miteinander, zum Gebet, oder auch zur Meditation. Ehrenamtliche Helfer können sich auch in die Gartenarbeit einbringen.

Sie sind Orte der Ruhe, für den Rückzug und zur Meditation: Klöster. Nicht selten sind sie umgeben von wunderschönen Gartenanlagen, die zu kontemplativen Spaziergängen einladen. Nonnen, Mönche und viele ehrenamtliche Helfer hegen und pflegen die Grünanlagen. Ob nun für Kultur-Events oder zur Erforschung von Heilkräutern, viele Klöstergärten sind nicht nur einen Blick, sondern auch einen Besuch wert. Regelmäßig werden zum Beispiel in Barsinghausen Führungen angeboten, durch das Kloster und auch speziell durch den Garten. Die Termine finden sich auf der Internetseite

Anika Kempf