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Südsudan: Kampf um Land, Vieh und Macht

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Südsudan: Kampf um Land, Vieh und Macht
Sebastian Kämpf, Leiter der Diözese Wau der Caritas im Südsudan.

Foto: Stefan Marx/Kindermissionswerk

Sebastian Kämpf, Leiter der Diözese Wau der Caritas im Südsudan.

Foto: Stefan Marx/Kindermissionswerk

Sebastian Kämpf, Entwicklungsberater und Koordinator der Diözese Wau der Caritas im Südsudan. Nach den wieder aufgeflammten Kämpfen in dem ostafrikanischen Land wurde Kämpf Mitte Juli aus Wau ausgeflogen.

Journalisten liegen am 8. Juli 2016  im Präsidentenpalast in Juba nach Schüssen auf das Gebäude auf dem Boden

Foto: dpa

Journalisten liegen am 8. Juli 2016 im Präsidentenpalast in Juba nach Schüssen auf das Gebäude auf dem Boden eines Presseraums - kurz vor Beginn einer geplanten Pressekonferenz des Präsidenten des Südsudans, Salva Kiir Mayardit, und seinem Stellvertreter, Riek Machar, zum fünften Unabhängigkeitsjubiläum.

Soldaten der Opposition außerhalb Jubas

Foto: dpa/Anna Mayuni Kerber

SPLA-IO-Soldaten (Sudan People Liberation Army-in-Opposition) sitzen am 22. Juni 2016 in einem Lager am Rande der Hauptstadt Juba, am Fuße des Berges Jebel Dinka, vor ihrer einfachen Lehmhütte. Ein Friedensabkommen aus dem Jahr 2015 sieht die Integration der ehemaligen Rebellen in die Streitkräfte (SPLA) vor. Auf beiden Seiten herrscht großes Misstrauen.

Präsident Kiir unterzeichnet das Friedensabkommen

Foto: dpa/Phillip Dhil

Am 22. Juni 2015 hatte der Präsident des Südsudans, Salva Kiir, gemeinsam mit seinem Rivalen Riek Machar ein Friedensabkommen in Tansania unterzeichnet. Hier winkt er seinen applaudierenden und jubelnden Unterstützern nach seiner Rückkehr in den Südsudan zu. Das Friedensabkommen sollte die Kämpfe im Kriegszerissenen Land beenden. Der Konflikt war im Dezember 2013 ausgebrochen, während des Machtkampfes zwischen Präsident Kiir und seinem Stellvertreter Machar. Die Stämme Nuer und Dinka kämpfen um Land und Vieh.

Feuerpause im Juli 2016

Foto: dpa/Gregor Fischer

Ein paar wenige Menschen laufen am 11. Juli 2016 während einer kurzen Feuerpause im Konflikt zwischen den Soldaten von Präsident Kiir und seinem Vizepräsidenten Machar über eine Straße in Juba. Nach dem heftigen Aufflammen des Bürgerkriegs im Südsudan haben Kiir und die Vereinten Nationen ein sofortiges Ende der Kämpfe zwischen der Armee und Truppen des Vizepräsidenten Machar gefordert. Die Kämpfe waren zum fünften Jahrestag der Unabhängigkeit ausgebrochen.

Viele Menschen finden Zuflucht in kirchlichen Einrichtungen in Wau.

Foto: Sebastian Kämpf/Kindermissionswerk

Caritas-Koordinator Sebastian Kämpf schätzt, dass bis zu 40.000 Menschen aktuell Zuflucht in verschiedenen kirchlichen Einrichtungen gefunden haben.

Kirchenschiff der All Saints-Kathedrale in Juba

Foto: dpa/Gregor Fischer

Ein Kind steht am 12.Juli 2016 im Kirchenschiff der All Saints-Kathedrale in Juba im Südsudan. Viele Einwohner Jubas sind vor den Kämpfen hierher geflohen. Soldaten der SPLA (Sudan People Liberation Army) und SPLA-IO (Sudan People Liberation Army-in-Opposition) kämpfen gegeneinander.

UN-Militärbasis Tomping nahe Juba im Südsudan

Foto: dpa/Beatrice Mategwa

15. Juli 2016: Eine Soldatin der UN-Blauhelme überreicht einer Mutter ihr Baby auf der Militärbasis Tomping der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS). Medien hatten berichtet, dass der südsudanesische Präsident am 11. Juli 2016 zu einem sofortigen Waffenstillstand aufgerufen hatte, um die Kämpfe im Land zu beenden. Seit dem 7. Juli 2016 bekriegen sich die zwei rivalisierenden Gruppen im Land. Innerhalb von vier Tagen starben 269 Menschen.

Kirchliche Zufluchtsorte

Foto: Stefan Marx/Kindermissionswerk

"In den Tagen nach den Kämpfen in Wau haben wir überwiegend Hilfe von kirchlichen Einrichtungen bekommen", erzählt Sebastian Kämpf. Die Caritas und die Diakonie Katastrophenhilfe arbeiten im Südsudan gemeinsam mit Partnern vor Ort zusammen.

Seit Dezember 2013 kämpfen die Stämme der Dinka und der Nuer um Land und Vieh, der Präsident und der Stellvertreter um die Macht im Land. Nach der Unabhängigkeit vom Sudan im Jahr 2011 war es der Regierung nicht gelungen, eine funktionierende Verwaltung aufzubauen. Im Bürgerkrieg starben bisher 10.000 Menschen. Fast zwei Millionen Menschen mussten fliehen und leben seitdem stetig am Rande einer Hungersnot.