Von der Stabkirche zur Hochzeitskirche

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© epd-bild/Jens Schulze

Beginn der Arbeiten zum Abbau der Stabkirche Stiege (Foto vom 11.03.2021: Regina Bierwisch vom Verein Stabkirche Stiege). Mit der fuer den Oberharz typischen Ruhe ist es im Dreilaendereck von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thueringen vorbei. Im Wald nahe Stiege herrscht Trubel. Handwerker, Lieferwagen, Transportfahrzeuge reihen sich vor der skandinavischen Holzkirche ein, die seit 1905 auf dem Gelaende der 1897 eroeffneten und inzwischen voellig verfallenen Lungenheilanstalt "Albrechtshaus" steht. Lange haben die Buerger diesen Tag herbeigesehnt. Insgesamt 1,1 Millionen Euro haben sie zusammenbekommen, um ihre Stabkirche vor dem Verfall zu retten und sie vom Wald in ihr Dorf zu versetzen. Ihr Einsatz hat sich gelohnt. (Siehe epd-Bericht vom 15.03.2021)

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Regina Bierwisch vom Verein Stabkirche Stiege

Bereits seit sieben Jahren engagieren sich 145 Bürger in Stiege dafür, dass die schlichte Holzkirche erhalten wird und gründeten einene Verein, obwohl in dieser Gegend wenige Menschen Mitglied in der Kirche sind. Aber das Ganze sei sowieso keine Glaubensfrage, finden sie hier in Stiege. "Die Kirche ist ein Baudenkmal, das erhalten werden muss", sagt die Sprecherin Vereins "Stabkirche Stiege", Regina Bierwisch.

 

Anika Kempf
Fotos: epd-bild/Jens Schulze
Von der Stabkirche zur Hochzeitskirche

Die Stabkirche Stiege wurde vor rund 120 Jahren in einem Wald im Oberharz im skandinavischen Stil erbaut. Doch seit Jahren verfällt sie. Bürger wollen sich damit nicht abfinden: Sie lassen die Kirche jetzt abbauen, in sorgsam einzelverpackten Portionen sechs Kilometer umziehen und im Ort neu aufstellen.