Von der Stabkirche zur Hochzeitskirche

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© epd-bild/Jens Schulze

Beginn der Arbeiten zum Abbau der Stabkirche Stiege (Foto vom 11.03.2021: v.l. Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger, Monika Uecker vom Verein Stabkirche Stiege und Metalldruecker Thomas Mueller beim Abnehmen des Zierelementes auf dem Kirchturm). Mit der fuer den Oberharz typischen Ruhe ist es im Dreilaendereck von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thueringen vorbei. Im Wald nahe Stiege herrscht Trubel. Handwerker, Lieferwagen, Transportfahrzeuge reihen sich vor der skandinavischen Holzkirche ein, die seit 1905 auf dem Gelaende der 1897 eroeffneten und inzwischen voellig verfallenen Lungenheilanstalt "Albrechtshaus" steht. Lange haben die Buerger diesen Tag herbeigesehnt. Insgesamt 1,1 Millionen Euro haben sie zusammenbekommen, um ihre Stabkirche vor dem Verfall zu retten und sie vom Wald in ihr Dorf zu versetzen. Ihr Einsatz hat sich gelohnt. (Siehe epd-Bericht vom 15.03.2021)

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Den Anfang macht die Wetterfahne

Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger, Monika Uecker vom Verein Stabkirche Stiege und Metalldrücker Thomas Mueller beim Abnehmen des Zierelementes auf dem Kirchturm. Sie lösen den fast zwei Meter großen Turm und seilen ihn vorsichtig ab. Wie die Kirche selbst ist auch die Wetterfahne mit einem der charakteristischen norwegischen Drachenköpfe verziert.

Anika Kempf
Fotos: epd-bild/Jens Schulze
Von der Stabkirche zur Hochzeitskirche

Die Stabkirche Stiege wurde vor rund 120 Jahren in einem Wald im Oberharz im skandinavischen Stil erbaut. Doch seit Jahren verfällt sie. Bürger wollen sich damit nicht abfinden: Sie lassen die Kirche jetzt abbauen, in sorgsam einzelverpackten Portionen sechs Kilometer umziehen und im Ort neu aufstellen.