Zusammenleben ohne Berührungsängste: Das christlich-jüdische Seniorenheim der Budge-Stiftung

Trude Simonsohn

© epd-bild/Heike Lyding

Die Holocaust-Ueberlebende Trude Simonsohn ist 99 Jahre alt und lebte nochlange in ihrer Frankfurter Wohnung (Foto). Nun ist sie Bewohnerin des Altenheims der Budge-Stiftung in Frankfurt und Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt. Trude Simonsohn ist im Rhein-Main-Gebiet eine Institution. Seit Jahrzehnten berichtet die Ueberlebende der Schoah in Schulen, Akademien und Begegnungsstaetten ueber ihre Erlebnisse in der NS-Zeit und die Ermordung der Eltern in Buchenwald und Auschwitz. In Depression oder Duesternis ist sie deswegen aber nicht versunken. "Ich hatte Glück, trotz allem", sagt Simonsohn.

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Trude Simonsohn

Die Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn ist 99 Jahre alt und lebte noch lange in ihrer Frankfurter Wohnung. Dort entstand auch das Foto. Inzwischen ist sie Bewohnerin des Altenheims der Budge-Stiftung und Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt.

Trude Simonsohn ist Ehrenbürgerin von Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet eine Institution. Seit Jahrzehnten berichtet sie in Schulen, Akademien und Begegnungsstätten über ihre Erlebnisse in der NS-Zeit und die Ermordung der Eltern in Buchenwald und Auschwitz. In Depression ist sie deswegen aber nicht versunken. "Ich hatte Glück, trotz allem", sagt Simonsohn.

Jörg Echtler
Jens Bayer-Gimm (epd), Heike Lyding (Fotos)
Zusammenleben ohne Berührungsängste: Das christlich-jüdische Seniorenheim der Budge-Stiftung

Im Alten- und Pflegeheim der "Henry und Emma Budge-Stiftung" in Frankfurt am Main leben Juden und Nichtjuden zusammen und feiern auch ihre Feste gemeinsam. Nach dem Holocaust ein gewagtes Experiment. Zurück geht es auf Henry Budge (1840-1928), der die Stiftung bereits 1920 gründete - mit der Vorgabe: "Die Wohltaten sollen Juden und Christen je zur Hälfte zugute kommen".