Menschen, die Frieden suchen und ihm nachjagen

Rüdiger Lancelle, Friedensaktivist in Büchel

© Matthias Jung

Seit 1995 ist Rüdiger Lancelle in der Friedensbewegung engagiert. Es war das Jahr, als der Lehrer von einem zehnjährigen amerikanischen Schüler erstmals hörte, dass in Büchel Atombomben des US-Militärs lagern sollen. Lancelle war schockiert. Seit 1967 lebte er in Cochem an der Mosel. Erst jetzt erfuhr er von einem Schüler, dass in dem nur zehn Kilometer entfernten Büchel Massenvernichtungswaffen lagern. Seitdem engagiert er sich vor Ort. Und er schätzt insbesondere auch die kleinen Erfolge. Zum Beispiel schenkte ihm ein Moselwinzer eine Kopie der Hiroshima-Glocke. Die steht jetzt in Büchel auf der Friedenswiese vor dem Fliegerhorst und läutet zu besonderen Anlässen. Lancelle sieht es als eine wichtige Aufgabe an, unermüdlich gegen die Atomwaffen in Büchel zu protestieren. "Die Gesellschaft darf die atomare Gefahr nicht ignorieren."

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"Gesellschaft darf die atomare Gefahr nicht ignorieren"

Seit 1995 ist Rüdiger Lancelle in der Friedensbewegung engagiert. Es war das Jahr, als der Lehrer von einem zehnjährigen amerikanischen Schüler erstmals hörte, dass in Büchel Atombomben des US-Militärs lagern sollen. Lancelle war schockiert. Seit 1967 lebte er in Cochem an der Mosel. Erst jetzt erfuhr er von einem Schüler, dass in dem nur zehn Kilometer entfernten Büchel Massenvernichtungswaffen lagern. Seitdem engagiert er sich vor Ort. Und er schätzt insbesondere auch die kleinen Erfolge. Zum Beispiel schenkte ihm ein Moselwinzer eine Kopie der Hiroshima-Glocke. Die steht jetzt in Büchel auf der Friedenswiese vor dem Fliegerhorst und läutet zu besonderen Anlässen. Lancelle sieht es als eine wichtige Aufgabe an, unermüdlich gegen die Atomwaffen in Büchel zu protestieren. "Die Gesellschaft darf die atomare Gefahr nicht ignorieren."

Matthias Jung
Timon Müller
Anika Kempf

Krieg und Frieden

Krieg gegen den Terror, Drogenkrieg, Drohnenkrieg. Die Welt ist voll davon. Stell dir vor, es ist Frieden und alle wollen dorthin. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren nicht mehr so viele Menschen auf der Flucht vor Tod und Zerstörung.
Menschen, die Frieden suchen und ihm nachjagen

Warum mir das 2019 wichtig war - Anika Kempf, Foto-Redakteurin bei evangelisch.de: Diese Fotogalerie ist ein "Best of 2019", da der Fotograf Matthias Jung über einen langen Zeitraum charismatische Portraits von mehreren Friedensaktivisten gemacht hat. Diese geben eine Bandbreite wieder: von "Spontis", die sich seit Beginn der Friedensbewegung engagieren bis zu jungen Friedensaktivisten. So hatte er die die Vielfalt der Friedensbewegung eingefangen. Die großformatigen Fotos und dazugehörigen Texte, die zusätzlich auf der Synode der EKD in Dresden in einer Onlineausstellung zu sehen waren, riefen ein lebendiges Echo hervor und rückten das Thema Frieden in den Alltag.

Dieser Beitrag wurde bereits am 1.11.2019 veröffentlicht.

Für diese Menschen ist die Jahreslosung 2019 ein Lebensmotto: "Suche Frieden und jage ihm nach"  (Psalm 34,15). Fotograf Matthias Jung hat Frauen und Männer getroffen, die auf eine friedlichere Welt hinwirken. Ob bei einem Studientag der "Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden". Oder beim kirchlichen Aktionstag in Büchel, wo der friedliche Protest gegen Atomwaffen mit dem Aachener Friedenspreis 2019 gewürdigt wurde. Fest zum Internationalen Friedenstag am 20. September beim Friesdensdienst Eirene in Neuwied, deren Mitarbeiter Freiwilligendienste in alle Welt vermitteln. Was bewegt Christinnen und Christen, die sich in der Friedensarbeit engagieren? Was motiviert sie? Wo sehen sie die größten Herausforderungen? In einer Galerie stellen wir Menschen vor, die sich unermüdlich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Frieden war auch das Schwerpunktthema der EKD-Synode im November 2019 in Dresden.