Sterben verboten!

Sterben verboten!
Ein erster Schritt zum ewigen Leben? Der Tod entspricht nicht Paypals Geschäftsbedingungen … 

Ganz ehrlich: Diese automatisierten Mitteilungen, mit denen viele Unternehmen sich die Arbeit erleichtern wollen, sind manchmal ziemlich daneben. Das kennen wir mittlerweile wohl alle. Und es kann auch ganz schön in die Hose gehen. Ganz besonders krass geschehen vor kurzem bei Paypal. 

Eine tragische Geschichte: Lindsay Durdle starb am 31. Mai im Alter von 37 Jahren nach langer Krebskrankheit. Ihr Witwer Howard Durdle teilte unter anderem auch Paypal den Tod seiner Frau mit – doch die wollten diesen Tod nicht akzeptieren. "Sie haben gegen Bedingung 15.4 (c) unserer Vereinbarung mit Paypal Credit verstoßen, da wir eine Mitteilung erhalten haben, dass Sie verstorben sind. Dieser Verstoß kann nicht behoben werden."

Das hatte der automatische Antwortersteller dann auch wieder richtig erkannt: Dieser Verstoß kann nicht behoben werden.

Tja, was macht man da? Einfach nicht mehr sterben, dann ist Paypal zufrieden? Das wäre ja eine sehr interessante Lösung. Paypal einfach ins ewige Leben mitnehmen? Das letzte Hemd hat keine Taschen, sagt man – aber für Paypal braucht man ja auch nichts, kein Bargeld, keine Karte. Für Lindsay Durdle wäre das allerdings nicht so schön gewesen, denn diese ganze Mitteilung rührte daher, dass sie noch Schulden bei dem Finanzdienstleister hatte. 

Paypal entschuldigte sich umgehend und erließ dem Witwer auch die ausstehenden Zahlungen. Gut reagiert, das zumindest. Und ein schönes Zeichen am Ende des irdischen Lebens: Alle Schuld ist vergeben.

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