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Beziehung und Familie
Hallo,
Ich hatte gestern eine Meinungsverschiedenheit mit meiner besten Freundin, weil sie sagt, dass eine Frau selber Schuld ist, wenn der Mann fremd geht, wenn sie sich ihm verweigert. Das wäre in ihren Augen emotionale Gewalt (das sich verweigern). Darauf habe ich ehrlich gesagt ziemlich allergisch reagiert, weil ich finde, jeder Mensch hat das Recht "nein" zu sagen.
Das lässt mir keine Ruhe und da ich erst vor einigen Wochen neu zum Glauben gefunden habe merke ich, dass mich das ein klein wenig in meinen Grundfesten was Gottes Liebe angeht erschüttert. Ich habe das nun in sämtlichen Übersetzungen von 1. Korinther 7, 4-5 über den "Bibleserver" nach geschaut und ja es steht so da drin, das man NICHT über seinen eigenen Körper verfügen darf, weil man dem anderen gehört. Hat man nun in einer Ehe nicht mehr das Recht zu sagen, ich will keinen Sex?
Ehrlich gesagt finde ich diese Aussage extrem heftig und kann mir einfach (oder möchte) mir nicht vorstellen, dass DAS Gottes Wille ist, damit hätte ich ein echt riesigen großes Problem. Nicht für mich, ich bin und bleibe Single, aber wie viele anderen Frauen halten das dann aus weil es so in der Bibel steht?
Ich denke, ich reagiere da auch allergisch drauf, weil ich selber eine Missbrauchs-Ehe hinter mir habe und mich frage wie viele Frauen auf dieser Welt sich nicht wehren, nicht Nein sagen, eben Weil es so in der Bibel steht? Was denken sie darüber?
Liebe Grüße und vielen Dank für das Lesen und Beantworten!
Hallo und vielen Dank für Ihre Arbeit und die vielen Antworten hier!
Ich glaube an Gott und die Auferstehung Jesu, bin mit ganzem Herzen auf der Suche und möchte Jesus nachfolgen. Mich beschäftigt, dass mein Mann maximal ein Feiertagschrist ist. Zwar hatte er sich eine kirchliche Trauung und die Taufe unserer beiden Kinder gewünscht, und war da die treibende Kraft. Ich kam erst später zum „echten“ Glauben, dann aber richtig. Er hat die kirchlichen Rituale wohl nur gemacht, „weil man das so macht“. Ich finde das so schade, weil ich gern den Glauben zu Hause aussprechen würde und Jesus in der Mitte unserer Familie haben möchte. Aber ich glaube das schreckt meinen Mann eher ab. Er blendet das Thema eigentlich komplett aus. Ich bin gar nicht so fromm, würde aber schon gern meinen Kindern den Glauben mitgeben und sie zum Beispiel ermutigen, mit Gott zu sprechen usw. Aber die konservative Haltung meines Mannes hält mich davon ab. Auch möchte ich nicht, dass er meint, ich wolle ihn bekehren oder so (auch wenn es mein größter Wunsch ist, dass er zu einem echten Glauben findet). Ich stehe sozusagen zwischen den Stühlen (Gott - mein Mann) und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Herzlichen Dank für eine Antwort.
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