Avishag Shaar-Yashuv/The New York Times/laif
Krieg in Nahost
Wann Gewalt notwendig wird
"Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein." Wer wollte diesem Satz nicht zustimmen? Er wurde auf der Gründungsversammlung des Weltkirchenrates im Jahre 1948 in Amsterdam formuliert. Da war der Zweite Weltkrieg gerade drei Jahre vorbei. Ein Krieg, der Millionen Menschen das Leben kostete und in dessen Schatten im europäischen Osten das Menschheitsverbrechen der Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden und Jüdinnen stattfand.
Im selben Jahr 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Und diese Staatsgründung war ebenso eine Antwort auf den Zweiten Weltkrieg wie der Satz "Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein".
Allerdings zeigte sich sofort, dass mit diesem Satz Kriege nicht vermieden werden. Der neugegründete Staat Israel musste sich unmittelbar gegen einen kriegerischen Angriff der ihn umgebenden arabischen Staaten zur Wehr setzen.

