Bischof Hein: Religiöser Dialog muss verbindlicher werden

Bischof Hein: Religiöser Dialog muss verbindlicher werden

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, fordert mehr Verbindlichkeit vom Runden Tisch der Religionen in Deutschland. "Der Runde Tisch ist zu weich in seiner Struktur", sagte Hein am Samstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Beschlüsse des Gremiums müssten stärker in die einzelnen Religionsgemeinschaften zurückgebracht werden, und diese müssten sich dann auch daran halten. Insgesamt sei das Gespräch der Religionen in Deutschland auch unterfinanziert.

Hein hatte an der am Freitag beendeten 10. Weltversammlung von "Religions for Peace" (Religionen für den Frieden) in Lindau mit rund 900 religiösen Repräsentanten aus aller Welt teilgenommen. Der Staat müsse ein elementares Interesse daran haben, dass sich Religionsvertreter begegnen können, unterstrich Hein. Analog zur Deutschen Islamkonferenz könne er sich auch eine Religionskonferenz für Deutschland vorstellen, sagte der Bischof.

Die Weltversammlung in Lindau war nach Heins Eindruck von einem großen gegenseitigen Verständnis geprägt. "Der gute Wille muss nun Konsequenzen zeigen", sagte der Bischof. Die Weltversammlung habe gezeigt, dass alle Religionen den Wunsch nach Frieden und Bewahrung der Schöpfung hätten.

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