Verlängerte Radpilgerroute "Mönchsweg" eröffnet

Verlängerte Radpilgerroute "Mönchsweg" eröffnet
Mit Fahrrad-Sternfahrten und einem Bürgerfest in Harsefeld bei Stade ist die verlängerte Radpilgerroute des "Mönchsweges" in Niedersachsen und Bremen am Montag offiziell eröffnet worden.

An der neuen 190 Kilometer langen Route zwischen Bremen, Zeven, Stade, dem Alten Land und Wischhafen an der Elbe liegen mehr als 30 Kirchen und Klöster, die Radtouristen besichtigen können. Der Pilgerweg führt bis Dänemark und gilt als erster spiritueller Radfernweg Deutschlands.

In Schleswig-Holstein ist der "Mönchsweg" zwischen Glückstadt und Fehmarn schon seit 2007 ein Anziehungspunkt für jährlich Tausende von Radtouristen. Seit drei Jahren führt er in Dänemark nach Roskilde. Mit dem niedersächsischen Teil erschließt er nun auf einer Gesamtlänge von 980 Kilometern ohne große Steigungen nicht nur die Landschaft, sondern auch einen wichtigen Teil der kirchlichen Geschichte an Nord- und Ostsee.

Von Bremen aus wurden im Mittelalter Norddeutschland, das Baltikum und Skandinavien christianisiert. An der Route der damaligen Missionare orientiert sich der Pilgerweg. Erkennungszeichen ist ein Logo, das die Silhouette einer Kirche in einer geöffneten Pforte zeigt.

Eine kostenlose Broschüre, ein Radwanderführer und die Internetseite "www.moenchsweg.de" geben Auskunft über Strecke, Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Fahrradwerkstätten und Sehenswürdigkeiten. Die Gesamtkosten für den Weg betragen nach Angaben von Koordinatorin May-Britt Müller vom Stadtmarketing in Harsefeld etwa 200.000 Euro. Gedeckt wurden sie durch EU-Mittel, Geld der Metropolregion Hamburg und aus Zuschüssen von rund 30 beteiligten Kommunen in vier Landkreisen.

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