Umweltschützer loben Klimaschutz-Initiative der USA

Umweltschützer loben Klimaschutz-Initiative der USA
Bisher galten die Vereinigten Staaten als Bremse beim Klimaschutz. Jetzt könnten sie sein neues Zugpferd werden, glaubt die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

Die Ankündigung der USA, CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken zu begrenzen, könnte Umweltschützern zufolge neuen Schwung für den Klimaschutz bringen. "Die neue Klimaverordnung hat Signalwirkung für den weltweiten Abschied von der Kohle", erklärte der Politische Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, Christoph Bals, am Dienstag in Berlin. US-Präsident Barack Obama mache vor, wie Klimaschutz funktionieren könne.

Bals forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, dem globalen Trend weg von der Kohle zu folgen, um die Glaubwürdigkeit Deutschlands in der Klimapolitik zurückzugewinnen. "Das Argument, man könne nicht handeln, weil die USA und China keinen Klimaschutz betrieben, verkehrt sich ins Gegenteil: Wir müssen handeln, damit wir den Anschluss an die dynamische Entwicklung in diesen Ländern nicht verlieren", sagte Bals.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA hatte am Montag einen Aktionsplan vorgestellt, mit dem die USA den Kohlendioxid-Ausstoß von Kraftwerken bis 2030 um 30 Prozent senken wollen. Das Vorhaben gilt als Präsident Obamas bisher wichtigste klimapolitische Initiative. In den USA erzeugen gegenwärtig mehr als 600 Kohlekraftwerke Strom. Diese Kraftwerke verursachen nach Angaben des Umweltverbandes National Resources Defense Council 40 Prozent der CO2-Emissionen des Landes.

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