Zentralkommitee-Präsident Glück warnt vor Legalisierung der Sterbehilfe

Zentralkommitee-Präsident Glück warnt vor Legalisierung der Sterbehilfe
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, hat davor gewarnt, aktive Sterbehilfe gesetzlich zu erlauben. Eine Legalisierung aller organisierten Formen der Beihilfe zur Selbsttötung dürfe es nicht geben, sagte Glück am Dienstag in Regensburg zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung des Zentralkomitees in Regensburg.

Stattdessen warb der Präsident der katholischen Laienbewegung für mehr Sterbebegleitung etwa durch medizinische Schmerzlinderung und menschliche Zuwendung. Im Bundestag besteht Glück zufolge Einvernehmen, die schwierige Frage der organisierten Beihilfe zur Selbsttötung im Laufe der Wahlperiode mit fraktionsübergreifenden Gruppenanträge zu klären.

In der Auseinandersetzung um eine gesetzliche Regelung geht es für den CSU-Politiker allerdings um mehr als das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen, weil die Bestimmungen die Maßstäbe und das Klima in der Gesellschaft beeinflussten.  Wenn der Suizid als Ausdruck der Selbstbestimmung hochstilisiert und damit rechtlich auf die gleiche Ebene mit der Pflege gestellt werde, wäre dies skandalös, argumentierte Glück. Sollte das Leben an einer Stelle als gesellschaftlich akzeptiert in "lebenswert" und "nicht lebenswert" eingeteilt werden, "gibt es keinen Halt mehr auf dieser Rutschbahn", warnte der Präsident des Zentralkomitees.

Einen Tag vor der Eröffnung des Katholikentags befasste sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken in Regensburg auch mit dem Ausgang der Europawahl, mit der Ukraine-Krise sowie Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft. Zum 99. Katholikentag unter dem Motto "Mit Christus Brücken bauen" werden bis zum Sonntag insgesamt etwa 80.000 Besucher erwartet.

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