Papst lädt israelischen und palästinensischen Präsidenten ein

Papst lädt israelischen und palästinensischen Präsidenten ein
Papst Franziskus hat den israelischen Präsidenten Shimon Peres und den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas zu einem gemeinsamen Friedensgebet in den Vatikan eingeladen.

"An diesem Ort, wo der Friedensfürst geboren wurde, möchte ich Sie einladen, gemeinsam mit mir ein intensives Gebet zu erheben und von Gott das Geschenk des Friedens zu erflehen", sagte er laut Radio Vatikan am Sonntag im Anschluss an eine Messe auf dem Krippenplatz in Bethlehem.

Regierende müssten sich besonders darum bemühen, Werkzeuge und Urheber von Konfliktlösungen zu sein, betonte der Papst. "Frieden zu schaffen, ist schwierig, aber ohne Frieden zu leben, ist eine Qual", sagte Franziskus.

Peres und Abbas nahmen die Einladung den Angaben zufolge umgehend an. Ein Datum für die Begegnung im Vatikan wurde noch nicht bekanntgegeben. Da Peres' Amtszeit am 15. Juli endet, wird mit einem Treffen vor diesem Termin gerechnet.

Die Initiative des Papstes sei mit Abbas und Peres zuvor abgesprochen worden, erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi. Ursprünglich sei eine solche Begegnung bereits für die Zeit des derzeitigen Papstbesuchs in Israel und den Palästinensergebieten geplant gewesen. Dies habe sich jedoch nicht verwirklichen lassen

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