Kanadische Ermittler führen zu Kinderporno-Verdacht bei Priester

Kanadische Ermittler führen zu Kinderporno-Verdacht bei Priester
Gegen einen katholischen Priester aus dem baden-württembergischen Lauchheim wird nach Hinweisen kanadischer Ermittler wegen des Besitzes von Kinderpornografie ermittelt.

Der Name des Geistlichen stand auf einer Liste, die das Bundeskriminalamt an örtliche Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet hatte, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Ellwangen am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Ob es sich dabei um dieselbe Liste handelt, durch die die Ermittler auch auf den SPD-Politiker Sebastian Edathy aufmerksam geworden waren, konnte der Sprecher nicht bestätigen.

Der Priester wurde vom Rottenburger Bischof Gebhard Fürst vom Dienst suspendiert. Seine Aufgaben als Seelsorger müssten bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts ruhen, teilte die Diözese Rottenburg mit. Ermittlungsbeamte hatten in der vergangenen Woche die Wohnung des Pfarrers  durchsucht und prüfen nun die möglichen Beweismittel. Das könne mehrere Wochen dauern, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Der Sprecher betonte, dass es sich derzeit nur um einen Anfangsverdacht handele. Da bislang kein Geständnis des Verdächtigen vorliege, gelte bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung.

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