Toter bei Messerstecherei in besetzter Berliner Schule

Toter bei Messerstecherei in besetzter Berliner Schule
Auf dem Gelände der von Flüchtlingen besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg ist am Freitag ein Mann bei einer Messerstecherei getötet worden. Das bestätigte der Sprecher der Berliner Polizei, Kriminaldirektor Stefan Redlich. Nach seinen Worten war es in einem Flachbau vor der Schule zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen, die schließlich in der tödlichen Messerstecherei endete.
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Die Polizei sei kurz nach 12 Uhr von dem in der besetzten Schule tätigen Sicherheitsdienst alarmiert worden. Die Beamten hätten in der Nähe der Schule einen Tatverdächtigen festnehmen können. Mordkommission und Spurensicherung sollten in Kürze mit einer gründlichen Untersuchung des Tatortes beginnen, sagte Redlich weiter.

Ob mutmaßlicher Täter und Opfer einen Bezug zu den rund 200 Flüchtlingen haben, die die Schule seit Monaten besetzt halten, war zunächst nicht bekannt. Dies müsse erst ermittelt werden, sagte der Polizeisprecher. In der Vergangenheit war es im Umfeld der Schule bereits mehrfach zu körperlichen Auseinandersetzungen mit Verletzten gekommen. Vereinzelt wurde auch über einen Zusammenhang zur Drogenszene im benachbarten Görlitzer Park spekuliert.

Sozialsenator Mario Czaja (CDU) hat eine andere Unterbringung für die Flüchtlinge in Aussicht gestellt.  Eine Unterkunft werde derzeit geprüft, sagte er. Nach Informationen der Zeitung ist auch für die etwa 50 Roma eine Lösung gefunden, die teilweise mit Kleinkindern ebenfalls in dem Gebäude leben. Die Zustände in der seit Monaten besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg werden seit langem als unhaltbar kritisiert, insbesondere was die Hygiene angeht.

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