Neuer Preis erinnert an getötete Fotografin Niedringhaus

Neuer Preis erinnert an getötete Fotografin Niedringhaus
Zum Andenken an die in Afghanistan getötete Fotografin Anja Niedringhaus begründet die Internationale Stiftung für Frauen in den Medien (IWMF) einen Preis.

Der Anja-Niedringhaus-Preis für Mut im Foto-Journalismus soll künftig jährlich vergeben werden, teilte die IWMF am Montag (Ortszeit) in Washington mit. Er soll Bildreporterinnen ehren, die mit ihrer Arbeit in die Fußstapfen der deutschen Kriegsreporterin treten.

Der Preis werde durch eine Zuwendung des US-Philanthropen Howard G. Buffett ermöglicht, hieß es. Dessen Stiftung habe insgesamt eine Million US-Dollar zur Verfügung gestellt. "Für mich war Anja eine Freundin und ein Vorbild des Foto-Journalismus", sagte Buffett. "Ihre Stimme mag zum Schweigen gebracht worden sein, aber wir hoffen, mit dem Preis die Stimmen derer zu verstärken, die ihre Hingabe teilen." Niedringhaus war 2005 mit dem IWMF-Preis für Mut im Journalismus ausgezeichnet worden.

Niedringhaus arbeitete für die US-amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Am 4. April wurde sie in der afghanischen Unruheprovinz Chost von einem Polizisten erschossen. Sie wurde 48 Jahre alt. Ihre kanadische Kollegin Kathy Gannon (60) wurde schwer verletzt. Niedringhaus stammte aus dem westfälischen Höxter und hat sich mit Kriegsreportagen aus vielen Ländern einen Namen gemacht. Für ihre bewegenden Bilder aus dem Irak-Krieg gewann sie 2005 den Pulitzer-Preis.

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